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Rare Tanzmusik

Zum 90. Geburtstag der beiden Komponisten Morton Feldman und Earle Brown untersuchen die Musiker der MAM.manufaktur für aktuelle musik und zwei ehemalige Tänzerinnen der Forsythe Company die extremen Abstraktionen der Kompositionen aus den 50er Jahren, die damals u.a. für Merce Cunningham geschrieben wurden, und verbinden diese mit den Beats des jungen Komponisten Paul Frick, Mitglied des Brandt Brauer Frick Ensembles.

Komposition: Earle Brown, Morton Feldman, Paul Frick |
Tanz: Katja Cheraneva, Frances Chiaverini
MAM.manufaktur für aktuelle musik: Fagott: Alexandar Hadjiev |
Trompete: Paul Hübner | Klavier: Daniel Lorenzo

Mit der Unterstützung des Deutschen Musikrates, der De la Motte-Musikstiftung und der Earle Brown Music Foundation.

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Die Leiden der jungen Wörter

„Wilhelm, was ist unserem Herzen die Welt ohne Liebe! Was eine Zauberlaterne ist ohne Licht! Kaum bringst du das Lämpchen hinein, so scheinen dir die buntesten Bilder an deine weiße Wand! Und wenn’s nichts wäre als das, als vorübergehende Phantome, so macht’s doch immer unser Glück, wenn wir wie frische Jungen davor stehen und uns über die Wunder-erscheinungen entzücken.“

Roland Barthes kündigt sein Buch Fragmente einer Sprache der Liebe mit folgendem Versprechen an: „Der Diskurs hat seine Hauptperson zurückbekommen, das ICH.“ Sein häufigstes Beispiel: Goethes Werther. Zwischen R’n’B, Lichtspiel und unmittelbarem, performativem Sprechen seziert die Gruppe vorschlag:hammer Die Leiden des jungen Werther, forscht nach Figuren möglicher Gefühlsäußerung und einer Erweiterung durch das Theater abseits des literarischen Texts. Was ist also ein möglicher Ausdruck moderner Subjektivität und Gefühligkeit? In welchen dem Theater möglichen Sprachen kann wie über Gefühle und Leidenschaften verhandelt werden?

Von und mit: Kristofer Gudmundsson, Frieder Hepting, Gesine Hohmann, Stephan Stock | Lichtcoaching: Andreas Greiner, Raul Walch | Produktionsleitung: Juliane Hahn

Eine Koproduktion von vorschlag:hammer mit dem Ringlokschuppen Ruhr in Kooperation mit dem Ballhaus Ost | Gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, die Stiftung Niedersachsen, die Kunststiftung NRW und die Eberhard Stiftung.

Im Rahmen der Goethe Festwoche der Stadt Frankfurt am Main.

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Goethe Festwoche

„Auf einem bestimmten, sicheren Platze steht der Mensch und hält sich alles, was ihm in die Nähe kommt, mit wirkungsvollen Rechtsgebärden vom Leibe. Alles Leben, wie er es kennt, ist auf Distanzen angelegt, das Haus, in dem er seinen Besitz und sich verschließt, die Stellung, die er bekleidet, der Rang, nach dem er strebt – alle dienen dazu, Abstände zu schaffen, zu festigen und zu vergrößern. (…) Nur alle zusammen können sich von ihren Distanzen befreien.“ (Elias Canetti: Masse und Macht)

Mit Teilnehmer*innen aus Frankfurt und Umgebung | Konzept, Regie: Simon Möllendorf, Daniel Schauf | Produktionsleitung: Caroline Rohmer

Nerve Collection
20 Uhr

Ein nachdenklich-pamphletisches Solo, eine Wanderung im Ist-Zustand. Caroline Creutzburg legt sich einen sensorischen Stachel zu, der ihre Empathien und ihre Intoleranzen dokumentiert. Dabei verhält sie sich wie ein Spion im eigenen Nervensystem: „Durch unauffälliges Vorgehen bleibe ich mir selbst unbemerkt und kann doch allen Details nachspüren. So stoße ich auf skurrile Landschaften, das immer gleiche Pumpen der Agressionsadern, längst überholte Moralprinzipien und uralte, heilige Auto-Bio-Materie.“ Begleitet von Songs und Kostümen werden die Funde wie in einem Spoken-Word-Album zu einem Text angeordnet.

Konzept, Performance: Caroline Creutzburg | Technik: Rahel Kesselring

Speaker Swinging
21:30 Uhr

Eine Konzertperformance mit bildhauerischen, installativen und performativen Aspekten „wegen der Körperlichkeit der schwingenden Boxen und weil dazu Schweiß, Schwerstarbeit und Sturheit erforderlich sind.“
(Gordon Monahan)

Klangregie, Künstlerische Leitung: Tobias Hagedorn |
Performance: Hendrik Hebben, Magdalena Dzeco u.a.

In Kooperation mit dem Institut für zeitgenössische Musik IzM der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main.

TALK.TALK.
22 Uhr

we really don’t want to tell you anything. and it’s not enough if you just listen. we talk. you talk. talk.talk. repeat.

TALK.TALK. uses this mechanism, testing out the impact of collective repetition on a group. The two performers are hosting the evening and lead the audience through a parcours of words and sounds making up promises, everyday dialogue, speech acts, onomatopoetic words and games of whisper, seeking to build a community with and by voices.
At all times the performance follows one basic rule: Everything that is being said needs to be repeated by everyone else. Once the repetition stops, the performance will also stop.

Konzept, Performance: Romuald Krężel, Emmilou Rößling