lost on the highest peak@H.Wissmann

Lost on the Highest Peak

In den Klanglandschaften von David Rittershaus gerät die Natur in Bewegung, sie fließt, bröckelt, rauscht, weht oder brennt – zumindest akustisch. Denn nahezu alles, was wir hören, bleibt unsichtbar. Ob und wie sich klanglich etwas bewegt, hängt dabei von den Besuchern ab. Schaukeln hängen einladend in den Weiten der Naxoshalle und das schwungvolle Treiben wird auf die Klänge übertragen. In gemeinsamer Bewegung öffnet sich der Raum für ein mythisches Fest und für die Erinnerung an eine irrende Suche nach einem verlorenen Grund.

Installation, Sounddesign: David Rittershaus, Katharina Speckmann
Konzept, Elektronik, Programmierung: David Rittershaus
Produktionsleitung: Philipp Krüger
Technische Leitung: Hanke Wilsmann
Musik: Figen Aksoy
Licht: Hendrik Borowski
Grafik: Ajda Tomazin

In Kooperation mit studioNAXOS , dem Künstlerhaus Mousonturm und der Hessischen Theaterakademie (HTA). Gefördert vom ZMI (Zentrum für Medien und Interaktivität) Gießen und dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main.

SWEAT LIFE

Die Arbeit an einer Performance als Sisyphusarbeit – körperliche und geistige Anstrengung ohne greifbares Ergebnis. Offenbares Merkmal schwerer Arbeit im Bereich der performativen Kunst ist die Absonderung von Schweiß. Das ausgiebige Schwitzen wird zum Versprechen von künstlerischer Hingabe und Verausgabung: Ohne Schweiß kein Preis.

Wenn Schwitzen ein Maßstab der physischen Arbeitskraft ist, kann es auch zum Maßstab für künstlerische Arbeit werden? Welche Rolle spielen Quantität und Qualität des hergestellten Schweißes und in welcher Weise lässt er Zeit und Raum sichtbar werden? Sweat Life schweißt zusammen und befragt Transpiration als kollektiven Grundzustand im Theater.

Von und mit: Sven Gey, Ksenia Ravvina, Kristina Veit

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Combina

In 2015 begehen Deutschland und Israel das 50-jährige Jubiläum der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen. Der Dialog zwischen beiden Ländern und Kulturen, überschattet von einer gemeinsamen Erinnerung an die Geschichte, ist dabei von politischen Interessen und Staatsräson geprägt. Deutsch-israelische Politik zielt mit ihren symbolträchtigen Inszenierungen auf ständigen Konsens ab und klammert dadurch unfreiwillig Nachfragen und Zweifel aus. Die Performance „Combina“ fragt nach einem Möglichkeitsraum für das Scheitern, für Fehler, für andere Geschichten. Drei Israelis und zwei Deutsche setzen ihren künstlerischen Dialog mit dem „Messingkauf“ von Bertolt Brecht in Szene. Was bleibt jenseits der großen Reden und Gesten? Und was zeigen Rede und Gestus, wenn sie im Theater erscheinen? Und was erscheint, wenn das Theater erscheint?

Deutsch, Hebräisch und Englisch mit deutschen Untertiteln.

Von: Nir Shauloff und Jan Philipp Stange | Dramaturgin: Adi Chawin | Philosoph: Heiko Stubenrauch | Bühne: Sagie Azoulay

Eine Produktion der Ruhrtriennale in Zusammenarbeit mit dem Ringlokschuppen Ruhr und studioNAXOS mit Unterstützung der Allianz Kulturstiftung.