Ein paar Schritte gehen und auf Philodendren und Efeututen treffen, die mit Elektroden verkabelt sind. Es bleibt nichts übrig, als sich ihnen anzuschließen: verbunden, die Umgebung zu erkunden.

DORFPRODUCT arbeitet an reduzierten, ritualisierten Vorgängen und Bewegungsstudien, die grundlegende Fragestellungen zu Gemeinschaft und Zusammenleben freilegen. In „Nicht der Himmel“ beziehen sie auch Nicht-Menschliches in ihre Choreografie mit ein.

Die Art und Weise, wie wir uns nach westlicher Tradition in ein Verhältnis zur Welt setzen, ist falsch. Nicht „wir“ und „die Welt“, sondern: Wir sind Teil der Welt. Es gibt mehr Lebensformen als den Menschen und es gibt Dinge, die wir nicht sehen können. Nicht der Himmel ist eine Performance, eine Klanginstallation und ein Zusammenkommen, in dem die Grenzen zwischen Körpern, zwischen Mensch, Pflanze und Maschine, verschwimmen.

Eine Produktion von DORFPRODUCT.
Performer: Sam Michelson
Künstlerische Leitung/ Regie: Simon Möllendorf
Sounddesign und -installation: Michel Nölle
Dramaturgie: Angelina Stross
Outside Eye: Caroline Rohmer
Mit Unterstützung durch Dawid Wozniak und Manuel Domke.

In Zusammenarbeit mit studioNAXOS und mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Frankfurt sowie dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

„Wie schon in seiner Arbeit ‚Gesten der Zärtlichkeit‘ fokussiert Möllendorf auch hier die Erfahrung des Verbindenden und Gemeinsamen“ (Strandgut)

„Wo Pflanzen als halbe Menschen geoutet werden, drängt sich der Umkehrschluss auf: der Mensch als etwas schnellere, artikuliertere und fokussierte Pflanze. Michelson spielt das im Licht-Dunkel zum steten Schall
der mitgeschöpflichen Klick- und Schmatzlaute (Sounddesign: Michel Nölle) durch. (Frankfurter Rundschau)

„Eine besondere, konzentrierte Stimmung“ (HR 2)

„‚Nicht der Himmel'“ ist allemal ein höchst charmanter ‚vorletzter Versuch‘.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)