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P – ein szenisches Denkmal für die polnischen Zwangsarbeiterinnen auf Naxos

Eine Veranstaltung der „Themenwoche gegen das Vergessen. Die Naxoshalle im Nationalsozialismus“.

Ein „P“ auf der Kleidung kennzeichnete die polnischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter im Dritten Reich. Damit sie sichtbar waren für alle. Damit sie die schlechtere Suppe bekamen. Damit sie nicht geimpft wurden. Damit sie nicht mit der Bahn fahren konnten. Damit sie nicht mit den Deutschen anbandeln sollten. Damit sie mal lernen sollten, was arbeiten heißt. Viele, die in der NAXOS-Union Zwangsarbeit leisten mussten, waren polnische Frauen. Das szenische Denkmal „P“ in und mit der Maschinenhalle auf NAXOS ist den Namenlosen gewidmet, die an diesem Ort gelitten haben, an dem wir heute Theater machen.

Theater Willy Praml
Konzept und Regie: Michael Weber
Mit: Hannah Bröder, Birgit Heuser, Anna Staab
Sprecherinnen: Asia Andrzejak, Urszula Chalupinski, Barbara Fokus, Marta Stegemann, Malgorzata Tarlowska-Buehl, Bozena Weiss
Maschinisten: Jakob Gail, Muawia Harb
Kostüme: Paula Kern
Licht und Ton: Simon Möllendorf, Nils Wildegans
Sprachaufnahme und Bearbeitung: Rebekka Waitz
Foto: Seweryn Zelazny

Infos: Theater Willy Praml

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Gespenster der Arbeit

Eine Veranstaltung der „Themenwoche gegen das Vergessen. Die Naxoshalle im Nationalsozialismus“.

In der Gewaltwelle der Arisierung des Nationalsozialismus wurde die jüdische Gründerfamilie der Naxos-Union aus der Firma gedrängt. Nachdem daraufhin Rudolf Herbst den Vorsitz der Firmenstiftung übernommen hatte, wurden während des zweiten Weltkrieges Zwangsarbeiterinnen für die Produktion eingesetzt. Die performative Installation von profikollektion führt mit Klang und Licht durch bekannte und unbekannte Orte der Zeitzeugin Naxoshalle. Zuschauerinnen treffen Performer*innen auf der Suche nach dem Anwesend-Abwesenden.

Von und mit: Ana Clara Montenegro, Julia Mihály, Verena Kutschera, Maria Kobzeva, Katja Kämmerer, Sharon Jamila Hutchinson, Maria Huber, René Alejandro Huari Mateus, Tom Diener, Jan Deck.

Foto: Katja Kämmerer

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, dem Musikfonds e.V. und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Infos: www.profikollektion.de

Gespenstische Pantomimen und Ballerinen begegneten den Besuchern in allen, vor allem dunklen Ecken (…) und geleiteten sie von Station zu Station. Dazwischen: Finsternis, Einsamkeit, Verlorenheit in der düsteren Arbeitsgeschichte dieses nur von klagenden Leuchtschriftbändern erhellten Ortes. (…) eindrückliche Performance und Installation.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

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Widerhall

Eine Veranstaltung der „Themenwoche gegen das Vergessen. Die Naxoshalle im Nationalsozialismus“.

„Die Welt würde aufatmen, wenn endlich einmal ein menschliches Wort fiele.“ (Fritz Bauer)

Im Dezember 1963 beginnt in Frankfurt der größte innerdeutsche Strafprozess zu den Verbrechen in Auschwitz. Staatsanwälte, Richter, Verteidiger, Dolmetscherinnen, Pressevertreterinnen und Frankfurter Bürgerinnen begleiten die Konfrontation zwischen Angeklagten und Zeuginnen. In der Theaterperformance WIDERHALL lässt das Kollektiv Bornstein / Casagrande / Haagen / Schwesinger die originalen Tonbandmitschnitte der Prozesse auf heutige Fragen, Sichtweisen und Stimmen ehemaliger Prozessbeteiligter und deren Nachkommen treffen.

Regie: Marie Schwesinger
Bühnen- und Kostümbild: Loriana Casagrande
Komposition und Soundcollagen: Camilo Bornstein
Performance: Marlene-Sophie Haagen
Produktionsleitung: Mariya Barashka

Foto: Christian Schuller

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste, dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, der Holger Koppe-Stiftung, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Fritz Bauer Institut, mit freundlicher Unterstützung der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main K.d.ö.R.

Herausragend im kulturellen Beiprogramm der Themenwoche war „Widerhall“ von Camilo Bornstein, Loriana Casagrande, Marie Schwesinger und der fantastischen Schauspielerin Marlene-Sophie Haagen in einer Collage mit Originaltönen aus dem Frankfurter Auschwitz-Prozess von 1963–1965.“ (die tageszeitung)