Rot_oder_Tot_2.2

Rot oder Tot 2

Der Weltfrieden hat nichts mit Dir zu tun.

Die 60er Jahre.
Eine sozialistische Romeo & Julia -Erzählung. Ein Sohn, der vom eigenen Vater ins Gefängnis gebracht wird. Eine Tochter, die, als sie selbst ein Kind erwartet, mit ihrem Geliebten ins Gefängnis muss, weil sie ihren Mund aufgemacht hat. Ein Geliebter, der schon längst eine neue Liebe hat.

ROT ODER TOT ist immersives Theater als Gedankenexperiment zu kontrastierenden Verläufen von Geschichte.
Jede der fünf Folgen ist in einem Jahrzehnt der DDR situiert und ist ohne Vorkenntnisse der anderen Folgen besuchbar.

„Uns interessiert die DDR als Antithese. Uns interessieren die Dissident*innen, die sich an den Rändern, in Grauzonen aufgehalten und trotzdem Position bezogen haben.“

Die DDR, die Eleganz aus Reflex hier konstruieren, illustriert die Entwicklung einer sozialistischen und antifaschistischen Idee und einer systemischen Alternative zum Kapitalismus.

mit Nikolai Gonther, Andreas Jahncke, Magdalena Wabitsch und Philipp Scholtysik
Regie: Carolin Millner // Dramaturgie: Fee Römer //Bühne: Morgenstern&Wildegans // Kostüm: Maylin Habig // Film: Teresa Hoerl //Produktionsleitung: Anja Schneidereit
Eine Produktion von Eleganz aus Reflex in Kooperation mit studioNAXOS. Ermöglicht durch das Kulturamt Frankfurt am Main, der FAZIT-STIFTUNG, der HolgerKoppe Stiftung und flausen-young artists in residence.

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The Big Sleep

Ursprünglich war THE BIG SLEEP als ein Duo für eine Erwachsene und ein elfjähriges Mädchen geplant, aber eine Kinderärztin des französischen Arbeitsamtes stoppte mit ihren Bedenken das Projekt mitten im Probenprozess. THE BIG SLEEP ist jetzt ein Abend mit der Tänzerin und Performerin Helena de Laurens, die als hybrides Wesen das Gedächtnis ihrer ehemaligen Partnerin in sich trägt.
Ein zu großes Kind, das die Codes durcheinanderbringt. Vor allem aber ist es das Porträt eines elfjährigen Mädchens und das Vexierbild einer Frau in unserer Gesellschaft. Ein Abend über das Monströse und Obszöne. Zur Freiheit. Zum Spaß und Spiel.

Konzeption, Text: Marion Siéfert
Künstlerische und choreographische Mitarbeit, Performance: Helena de Laurens
Mit der Mitwirkung von: Jeanne
Bühnenbild & Regieassistanz: Marine Brosse
Licht: Marie-Sol Kim, Juliette Romens Torres
Ton: Johannes van Bebber
Kostüm: Valentine Solé
Administration: Sandra Orain

Produktion: Ziferte Productions
Delegierte Produktion Théâtre de La Commune – Aubervilliers, Centre dramatique national

Mit der Unterstützung von studioNAXOS (Francfort), Théâtre Nanterre Amandiers, Ménagerie de verre dans le cadre du Studiolab, Centquatre dans le cadre de la résidence d’essai, CND – mise à disposition de studio, Kulturamt Frankfurt, Hessische Theaterakademie, Kulturamt Gießen, Gießener Hochschule Gesellschaft, Asta der Justus Liebig Universität Gießen, Université Paris Ouest Nanterre La Défense, Deutsch-Französisches Jugendwerk und Mairie de Chevaline.

Herzlichen Dank an Matthieu Bareyre, Esmé Planchon, Matthias Schönijahn, Emmanuel, Stéphanie und Marie-Do.

Die Natur der Kinder- oder wie wir eure Herzen treffen

Über kein Lebewesen verfassten Wissenschaftler mehr Texte als über diese kleine, fast überall auf der Welt anzutreffende Spezies: das Kind. Aber wie verhält es sich? Wie sollten wir ihm begegnen und woraus besteht das viel gepriesene Eigene dieses Wesens? Wir haben Kinderexperten befragt – vom Arzt über diverse Pädagogen bis hin zum Clown. Entstanden ist ein vielstimmiges Sammelsurium aus den kundigen Meinungen der Erwachsenen. Die Inszenierung überlässt dieses Kaleidoskop aus Fachberichten nun jenen zur Überprüfung, die es am meisten betrifft und die ihrerseits Experten des Imitierens und Aneignens sind: Sieben Kinder begehen in einer Nummernrevue ein Fest der Nachahmung. Ein Ritual, bei dem die Kinder zu Wiederkäuern der Expertenmeinungen werden, zu Imitatoren ihrer Vor-Bilder, um sich in die funkelnden Bruchstücke der Erwachsenen-Matrix einzunisten und darin ihre eigene Expertise zu entwickeln.

DIE NATUR DER KINDER ist Kindertheater für Erwachsene, eine performative Studie von und zum ,Eigenen‘ der Kinder und der Versuch, dabei Grenzen zwischen dem Kind- und Erwachsen-Sein auszuloten.

Konzept & Regie: Meret Kiderlen & Kim Willems
Video: Charlotte Boesling
Bühne: Charlotte Boesling, Meret Kiderlen & Kim Willems
Produktionsassistenz: Ines Wuttke
Kinderbetreuung: Saskia Becker

Von und mit: Emilia von der Malsburg, Emil Akhand, Greta Knorr, Moritz Pfaff,
Pia Ackfeld, Sarah Mangels, Tilmann Haider.

Dank an: Jan Deck, Petra Ott, Tobias Szuwert, Johanna Debes, Matthäus Walter, Suze Barett, Falko Schnelle & Salvatore Geraci.

DIE NATUR DER KINDER oder Wie wir eure Herzen treffen wurde gefördert durch:
Kulturamt Frankfurt am Main
Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
& mit freundlicher Unterstützung durch das Tanz-Studio Johanna Knorr

Sticky Frames and friends (at) COZI

Sticky Frames & friends @ COZI Comics & Zinefest Frankfurt
animierte Kurzfilme/ animated short films

Das Filmemacher*innen Kollektiv Sticky Frames zeigt ein ca. 60 minütiges Programm animierter Kurzfilme.

PINK CUTS PINK by Alma W. Bär
Hans the Squirrel by Florian Maubach
Frankfurterstr. 99a by Evgenia Gostrer
Nachtstück by Anne Breymann
Tracing Coyotes – a dog crosses my way by Theresa Grysczok & Eeva Ojanperä
dying in the garden by Christine Gensheimer
Life with Hermann H. Rott by Chintis Lundgren
Der Flug der Maube by Florian Maubach & Daniel v. Bothmer
in circles by Lina Walde
SPIRIT MOUNTAIN by Kiin.
In the distance by Florian Grolig
Lonely Riber by Daniel v. Bothmer
LUCKY by Kiin.
Coma – the sea by Florian Maubach & Nils Knoblich

about Sticky Frames:
Images that stick to one another, that diverge and converge. Images that stick to your memory like a piece of gum to your shoe.
But “sticky” means more than that: Stickiness can be tough and relentless, persevering and enduring. These adjectives describe the young animation artists of this collective. There are seven of them: Ines Christine Geißer, Kirsten Carina Geißer, Evgenia Gostrer, Theresa Grysczok, Florian Maubach, Lina Walde and Alma W.Bär.

The Sticky Frames artists affect Kassel, as a meeting point in the middle of Germany and a birthplace to ideas that reflect, recreate and touch their environment. The festival invitations and awards the artists received are many. Also the list of cities and countries, they went to, to expand their network and collect new stories, that should be told.

In their work they throw light and colors on situations that might seem trivial at first glance, but which will change your perspective about them – like the relation between a cat and a garbageman or the search for happiness out of the perspective of horses.

Wherever the Sticky Frames tour of short films stops, something starts moving, something gets off the ground. But the movement of their audiences is an interior one: They’ll be glued to their chairs.

www.stickyframes.de

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Restekochen und Live-Musik

Die Naxos-Küche kocht. Gemeinsam mit FOODSHARING FRANKFURT, einer Initiative zur Lebensmittelrettung, werden alle am Tag in Frankfurt eingesammelten Nahrungsmittel am Abend gemeinsam im Foyer der Naxoshalle zubereitet und an einer langen Tafel gegessen. Mit Live-Musik und Menü des Tages.

Eine Kooperation von studioNAXOS und FOODSHARING FRANKFURT.

Bild Otium

Otium-Lesung

Ich stand neulich im Hafen von Rotterdam und da sieht es ziemlich postmodern aus, so eine Mischung von alten Prachtgebäuden, funktionalem Hafenkram und avangardistischer Architektur. Und dann sehe ich die Möwen über‘m Wasser und wie die Sonne darauf glänzt und mir steigt der Salzgeruch in die Nase und ich hab‘ plötzlich so einen Gedanken, bei dem klar ist, dass er nicht stimmen kann, aber ich denke: Eigentlich hat sich nichts verändert. Dabei haben die den Hafen ausgebaggert und das Rotlichtviertel geschlossen und es ist nichts wie früher, rein gar nichts.

Ich glaube, es ist einfach so. Wenn man morgens heimfährt und die Sonne aufgeht, dann scheint so ein Licht auf den Imbissstand an der Baustelle, das alles unwiderstehlich macht. Es geht um dieses Licht. Im Theater, in der Literatur und in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Aber leider leuchtet da immer nur diese Neonscheiße.

Otium ist eine Zeitschrift für Literatur und Fotografie der Gegenwart und wird seit 2009 in wechselnder Besetzung von einem Redaktionskollektiv herausgegeben. In seinen performativen Lesungen arbeitet das Kollektiv an einer Öffnung der Lesesituation.

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Airy Afternoon

13. and 14.10.2017

AIRY AFTERNOON is time spent together in a way that feels a bit like unwrapping a present from a stranger – someone who doesn’t know you and you don’t know them either. It’s still a present though and we have prepared it for you, hoping it won’t disappoint. Admittedly some things in this are pretty blown up, everything will be a bit bigger than reasonable.

Concept, Choreography, Performance: Romuald Krężel, Emmilou Rößling
Dramaturgical advice: Lea Kneisel
Artistic collaboration: Monica Duncan

Language: English,

Eine studioNAXOS Produktion in Zusammenarbeit mit der Hessischen Theaterakademie.

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Lass das Wunder Deiner Liebe an ihm geschehen

Über zehn Jahre notiert eine Frau täglich, wie der Stuhlgang ihres Ehemanns war. Weich oder hart, viel oder wenig, schwierig oder leicht. In schriftlichen Gebeten bittet sie Gott, ihrem Mann, der seit einem Unfall damit Probleme hat, guten Stuhlgang zu schenken.

Die Installation ist an allen Spielterminen von studioNAXOS in den beiden Toiletten der Naxoshalle frei zugänglich.

Konzept: Philipp Scholtysik | Tonregie: Jacob Bussmann | Sprecherin: Birgit Heuser* | Interaktionsgestaltung: Carlos Franke | Dramaturgische Beratung: Carmen Salinas

* Name geändert.

Gefördert wird das Projekt vom Kulturamt der Stadt Frankfurt und der Hessischen Theaterakademie.

Winterreise – Vorstudie für ein nomadisches Leben

Mit Franz Schuberts «Winterreise» auf den Lippen und einem Rucksack voller selbstgebauter, elektronischer Instrumente begeben sich zwei befreundete Musiker und Performer auf Wanderschaft. Die Konzertsäle und -flügel lassen sie dabei links liegen und schlagen stattdessen in Foyers, Theatern, öffentlichen Plätzen oder mitten auf der Strasse ihr akustisches Zelt auf. In einer radikalen Interpretation des berühmten Liedzyklus verhelfen sie mit ihren unprätentiösen Stimmen, einem kleinen Keyboard und drei mobilen Lautsprechern den Motiven rund um Fremdheit, Mobilität und Sehnsucht zu einem zeitgenössischen Ausdruck.

Konzept, Bearbeitung und Performance: Leo Hofmann, Benjamin van Bebber
Outside Eye: Leonie Böhm
Choreografische Mitarbeit: Jan Burkhardt
Mit freundlichder Unterstützung der Pro Helvetia Stiftung

Herakles Wiederkehr oder der Tod des weißen Mannes

nach einem Text von Heiner Müller

Die geschlechtsreifen Männer kehren zurück nach Naxos. Aus einem Krieg, in den Sie als Helden gezogen sind. Die Geliebten haben früher immer geweint, wenn sie sie ziehen lassen mussten. „ACH BLEIB BEI MIR UND GEH NICHT FORT AN MEINEM HERZEN IST DER SCHÖNSTE ORT.“ Sie sind es, die die Versammlung einberufen und als die Gebliebenen die Verweigerung des Wiederaufbaus verkünden.

Mit: Annekatrin Kiesel, Annemarie Falkenhain, Gal Fefferman, Sam Michelson
Regie/Bühne: Simon Möllendorf
Dramaturgie: Caroline Rohmer
Assistenz und Produktionsleitung: Carmen Salinas

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen.

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Rot oder Tot 1

Der sterbende Kapitalismus kann uns nicht täuschen. Auch wenn er uns in Sonntagskleidern begegnet. Sein Zusammenbruch ist nur noch eine Frage der Zeit. Auch unserer. Die Koffer sind so schwer.

Die Kulisse einer Küche. Ein Zimmer im Schriftstellerheim. Eine Fabrikhalle, eine Straße. Der Westen im Foyer. In „rot oder tot“ erzählt Carolin Millner mit ihrer Gruppe Eleganz aus Reflex die Geschichte einer Gesellschaft, die aufbrach, eine andere zu werden. Nicht die Geschichte eines Wiederaufbaus, sondern eines Neuanfangs, getragen von Arbeiter*innen und Künstler*innen, von denen viele jüdische Remigranten waren. „Rot oder tot“ zeigt einen Ausschnitt, ein Spielfeld des Realsozialismus, jeder Spielzug eine Entscheidung mit Folgen. Der Versuch einer Antwort auf die Frage: Wenn man noch einmal von vorne anfangen könnte, wie würde man entscheiden?

Wir mögen das Land nicht, wie es war, sondern wie es hätte werden können. Ein Versuch.

mit: Andreas Jahncke, Magdalena Wabitsch, Florian Mania, Anna Rausch, Oliver Konietzny, Bettina Földesi, Sam Michelson, Philipp Scholtysik
Regie: Carolin Millner
Dramaturgie: Fee Römer
Choreographie: Bettina Földesi
Bühne: Morgenstern & Wildegans
Kostüm: Maylin Habig
Film: Teresa Hoerl
Musik: Jens Eichler & Marc Petri
Bühnenbildassistenz: Christoph Hühn
Kostümassistenz: Ina Trenk

Die Produktion entstand in Kooperation mit studioNAXOS. Ermöglicht wird das Projekt durch das Kulturamt Frankfurt am Main, dem Ministerium für Kunst und Wissenschaft des Landes Hessen, der Stiftung der Nassauischen Sparkasse, der Holger Koppe-Stiftung und flausen-young artists in residence.

Nashörner

Die Nashörner

„Wenn Nacktheit die Scham ablegt, dann tut sie dem Hinsehen etwas an, dann macht sie das Hinsehen schwer erträglich.“

(Hans Joachim Müller über Olympia von Éduard Manet.)

Ionesco’s Nashörner waren seit der Uraufführung von 1959 Nazis, Kommunisten, Massenmenschen, vor allem aber waren sie nie da. Ständig wird über sie gesprochen, scheinen sie der Verursacher von Zerstörung, Hysterie und letztendlich dem Ende der menschlichen Geschichte zu sein. Dennoch wird das Stück von einer spürbaren Sehnsucht nach dem Nashorn als Nashorn durchzogen. Seine Körperlichkeit und Wildheit weckt das Verlangen der Menschen und treibt sie dazu, sich selbst verwandeln zu wollen.

In ihrer Abschlussinszenierung geht die Regiestudentin Sophia Stürmer mit ihrem Team diesem Begehren nach und fragt, was es heute heißen kann, Nashorn zu sein und wie sich das mit dem Recht und der Forderung nach einem “anders sein” verbinden lässt. Eine Suche bei der Mensch und Tier zu Kippbildern werden und jede Form ihrer Annäherung immer schon eine Grenzüberschreitung darstellt.

mit: Katharina Wittenbrink, Robert Will, Anne Kapsner, Richard Oberscheven
Regie: Sophia: Stürmer
Dramaturgie: Björn Fischer
Kostüm- und Bühnenbild: Maylin Habig
Sounddesign: Richard Millig
Lichtkonzept: Meike Weigel
Produktionsleitung: Emilia Schmidt
Projektbetreuung: Daniel Schauf

Ein Projekt der HfMDK Frankfurt in Zusammenarbeit mit studioNAXOS gefördert von der Hessischen Theaterakademie.

Storge

„Auf einem bestimmten, sicheren Platze steht der Mensch und hält sich alles, was ihm in die Nähe kommt, mit wirkungsvollen Rechtsgebärden vom Leibe. Alles Leben, wie er es kennt, ist auf Distanzen angelegt, das Haus, in dem er seinen Besitz und sich verschließt, die Stellung, die er bekleidet, der Rang, nach dem er strebt – alle dienen dazu, Abstände zu schaffen, zu festigen und zu vergrößern. (…) Nur alle zusammen können sich von ihren Distanzen befreien.“ (Elias Canetti: Masse und Macht)

Mit Teilnehmer*innen aus Frankfurt und Umgebung

Konzept, Regie: Simon Möllendorf, Daniel Schauf,

Produktionsleitung: Caroline Rohmer
Eine Drittmittel Produktion
Trailer: https://www.drittmittelproduktionen.de/arbeiten/