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Speculative Performance II #das deutsche Reihenhaus

Gegebene Situation: ein Haus, drei Ventilatoren, ein Sensor, zirkulierende Wellen – Raum wird geschaffen.
Der Raum befindet sich im ständigen Wandel durch Positionierung, Bewegungen, Erfahrungen, Aktionen und die Aufenthaltsdauer der Besucher*in. Durch das Verhältnis von Raum und Besucher*in wird die Installation als Spekulative Performance bestimmt.

burgund t brandt

»[…]
is not.
is process.
is question.
is suspicion.
is relation.
is performance.
[…]«

SPECULATIVE PERFORMANCE I (2017)
https://vimeo.com/210107327

Die Installationen, Kompositionen, Performances und Videoarbeiten von burgund t brandt erforschen unter Aspekten des performativen Hörens das Spannungsfeld zwischen visueller und auditiver Wahrnehmung. Die Arbeiten werden im Kontext von Bildender Kunst, Theater und Klangkunst realisiert und aufgeführt.

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Unser Erbe

Zur Zeit und in den kommenden Jahren wird in Deutschland so viel Vermögen vermacht wie nie zuvor. Neben Häusern und Geld erben Menschen Gedanken, Sätze, historische Traumata, politische Kämpfe, körperliche Dispositionen und ein globales Klima. Das Erbe bildet ein Band und einen Regulator zwischen den Generationen, zwischen Toten und Lebendigen und zwischen Zeitschichten her. Der Einzelne verfängt sich in einem nie ganz durchschaubaren Beziehungsgeflecht.
Was erben unsere Kinder und wie gehen unsere Eltern mit ihrem Erbe um? WILLEMS & KIDERLEN konfrontieren das junge Ensemble aus DIE NATUR DER KINDER mit der bald 75jährigen Schauspielerin Cornelia Niemann. Gemeinsam nehmen sie sich der Experten-Meinungen an, erproben ihr eigenes Erbe und untersuchen den Raum zwischen den Generationen.
UNSER ERBE °1 – ICH NEHME ES AN ist der erste Teil einer Trilogie.

Konzeption & Regie: Willems & Kiderlen
Bühne: Milena Wichert
Produktionsassistenz: Desislava Tsoenava

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main & das hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.
Konzeption & Regie: Willems & Kiderlen
Bühne: Milena Wichert
Produktionsassistenz: Desislava Tsoenava

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main & das hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

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Great Depressions

In grauer Vorzeit bediente man sich zur Befriedung von Fehden der Praxis, Verwundungen nicht Aug um Aug zu rächen, sondern mit Sachleistungen abzugelten. Dafür war es von größter Bedeutung, genaue Abstufungen zu unterscheiden, ob zum Beispiel der verletzte Augendeckel noch eine Träne halten könne, ob der lahme Fuß das Tau vom Gras streife oder der Schlag auf den Kopf die Sicht auf das Gehirn bloßlege. Die gemeinschaftliche Begutachtung von Wunden eröffnet einen symbolischen Raum von Verhandlung und Gesellschaft. Unsere Verletzlichkeit erscheint so als der Urgrund des Geldes und der Ökonomie, welche inzwischen, so hat es den Anschein, ihrerseits dafür verantwortlich sind, uns mit Beschädigungen und Gefühlen tiefen Unwerts zu überziehen. Kann man sich in dieser Welt verwundbar halten, ohne an ihr zu Grunde zu gehen? GREAT DEPRESSIONS ist eine Show über die Frage, ob und wenn ja, wie wir zusammen leben wollen.

Mit Jacob Bussmann, Malte Scholz, Elias Bollinger, Raúl Flores und Sebastian Weygold | Regie: Jan Philipp Stange | Bühne: Jakob Engel | Dramaturgie: Kris Merken | Kostüm: Maylin Habig | Licht: Simon Möllendorf | Künstlerische Produktionsleitung: Carmen Salinas | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Anja Schneidereit | Regieassistenz: Jannika Nordhauss | Ausstattungsassistenz: Tobias Rauch

Gefördert mit Mitteln des Kulturamts Frankfurt, des Kulturfonds Rhein-Main und der Naspa Stiftung.

http://www.janphilippstange.com/

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Hildegard von Binge Drinking

H V B D

Häresie ist eine Strategie. Also zumindest für Hildegard von Binge Drinking. Über 150 Konzerte hat das Nonnen-Duo aus Würzburg seit 2013 gespielt, darunter Shows in Eisenbahnwaggons, auf einem Schiff, auf Festivals von der Fusion über einen Christopher Street Day bis zur Ruhrtriennale – und natürlich in Clubs all over Deutschland. Nach einem – inzwischen ausverkauften – Album und zwei EPs kommt nun die neue Platte auf dem Frankfurter Label Ichi Ichi: „Infinity“. Keine gewöhnliche LP, sondern eine, bei der alle acht Songs in Endlosrillen enden. Eher eine IP – infinite play.

Entstanden ist das alles im April 2017: Das Duo hatte sich, ausgestattet mit einem Stipendium des Frankfurt LAB, für einen Monat im Gallusviertel in einen Proberaum eingeschlossen, um bei Null anzufangen und acht endlose Titel zu schreiben, zu proben und aufzunehmen. Um eine vier Wochen lange Geschichte mit geplatztem Gymnastikball, genervtem Kindergärtner und gepflegtem Zeitdruck auf vier Worte zu kürzen: Es hat hervorragend geklappt.

Das Ergebnis ist, dank der Endlosrillen, natürlich eine Gimmick-Platte – aber eben eine gut hörbare Gimmick-Platte. Abseitiger Pop, Leftfield Electronics, Zombiprog – man kann es nennen wie man will, die Hildegard-Ingredienzen sind jedenfalls alle da: Vocoder, (elektronische) Chöre, Synthesizer, ein bisschen Krautrock – und das treibende Schlagzeug, das alles zusammenhält. Live noch immer eine Offenbarung.

Aufgenommen von Lolo Blümler (Diavolo Rosso, Acheborn et al.), gestaltet von Samantha Muljat (Earth, Goatsnake et al.). Nicht nur außergewöhnlich, sondern auch außergewöhnlich schön. Für die Kenner: Inside-Out-Cover, bedruckte Innenhülle, orange Vinyl mit schwarzen Schlieren. Looking good. Also genug Geld zu den Konzerten mitbringen, Danke.

Apropos Geld, hier noch ein paar money quotes:

Taz: „Der Rausch, die Mystik, geschickt in einen Dialog gesetzt mit dem Bandnamen: Hildegard von Binge Drinking, passend im Nonnenornat, machen einen heftigen Clash von Electro mit Krautrock.“

Süddeutsche Zeitung: „Ein als nihilistische Nonnen verkleidetes Synthie-Hardcore-Duo, deren Unverständnis für Lieblichkeit jedweder Art ganz besonders wohltuend ist.“

Ox: „Mischung aus Kraftwerk-Synthies, Computerstimmen, mächtig Groove und allerlei spacigen Effekten.“

Trust: „Faszinierende Mischung aus Postpunk und Kosmischer Musik. Ganz hervorragende Platte.“

Babyblaue Seiten: „Zwischen Elektronik, Zombiprog und krautigem Punk. Weiter so!“

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Der Ursprung der Welt

Wo liegt der Ursprung der Welt und wie spricht man* darüber?

Anne Kapsner und ihr achtköpfiges Team erarbeiten Strategien feministischer Darstellungsformen. In einer Adaption des gleichnamigen Comics von Liv Strömquist erforschen sie die Kulturgeschichte der Vulva an dem Themenkomplex von Souveränität und Scham auf der Bühne.

Eine ÜBUNG in lustvoller Selbstermächtigung für Publikum und Performer*innen.
Eine EINLADUNG an kritische Knechte, sämtliche Wunderheiler*innen, Menschen mit kleinen und großen Genitalproblemen, an alle Schwer-Erregbaren, SOLCHE DIE NICHT DARÜBER REDEN MÖCHTEN, zart behaarte überHänge, solche mit klitzekleinen Kitzlern und ornamental geformten Gliedern, körperlos Interessierte und natürlich an die, die EINFACH MAL SCHAUEN wollen! (AKA: an alle)

Eine Adaption des Comics „Der Ursprung der Welt“ © Liv Strömquist & avant-verlag, 2017

Regie und Bühnenfassung: Anne Kapsner // Spiel: Léa Zehaf, Joana Tischkau, Jan Gehmlich // Produktionsleitung: Lisa Gehring // Dramaturgie: Hanna Steinmair // Bühne: Ricarda Bechstein // Kostüm: Ina Trenk // Sound: Johanna Odersky // Mentorin: Carolin Millner

Eine Kooperation zwischen studioNAXOS und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (Studiengang Regie, Ausbildungsdirektor Prof. Hans-Ulrich Becker) im Rahmen der Hessischen Theaterakademie.

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Frauen in Europa

frankfurter kranz@Sofie Böhm

Frankfurter Kranz

Der Frankfurter Kranz in der Naxoshalle ist eine Mischung aus Kaffeehaus, Varieté und philosophischem Salon. Neben Beiträgen zwischen Musik, Poesie und Diskussion kann man sich wahlweise unterhalten oder unterhalten werden. Jede Ausgabe steht unter einem thematischen Stern – alle versuchen einem bestimmten Frankfurter Gesprächsbedarf Kontinuität zu verleihen.

In der zweiten Ausgabe geht es um depressives Denken: Seit 1970 hat sich die Einkommensungleichheit in Deutschland verdoppelt. Im gleichen Zeitraum sind diagnostizierte Depressionen um ein vielfaches angestiegen: Heute hat jede*r Vierte unter 30 in Deutschland Depressionen oder Angststörungen. Wir nehmen den Zusammenbruch des Selbstwerts zum Ausgangspunkt einer geisteswissenschaftlichen Suche nach den Zusammenhängen von Identität und Ökonomie. „Sind“ wir nur, weil wir „haben“? Kann man Selbstwert kaufen oder besitzen? Und harrt die Depression als große Ent-Wertung genau auf jenen beruflichen Schauplätzen, in denen es auf ganz intensive Weise um den Ausdruck individueller Freiheiten geht? Darf man sich über/mit Depression unterhalten?

Eine Unterhaltung von und mit Frankfurter Musiker*innen, Psychoanalytiker*innen, Schauspieler*innen, Neurolog*innen, Versicherungsfachangestellten, Philosoph*innen und vielen anderen. Dazu Drinks, Musik und Kuchen.

Beginn ist um 16 Uhr mit einer nicht unwichtigen Einführung.

Ermöglicht vom Kulturamt Frankfurt und studioNaxos. Eingerichtet von Jan Philipp Stange und Mayte Zimmermann.

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Sticky Family oder:Der Spuk der notwendigen Arbeit #Reihenhaus

„Sticky Family oder: Der Spuk der notwendigen Arbeit“ ist der erste Teil einer Ausstellung, die den Zusammenhang Arbeit-Haushalt-Familie untersucht. Putzen, Pflegen, Betreuen, Care: Wer verrichtet bezahlte Reproduktionsarbeit und unter welchen Bedingungen?
Schlaglichter auf transnationale Lebensweisen, unabgegoltene Kämpfe und neue Formen der Arbeitsorganisation. Hannah Maneck und Ivo Eichhorn präsentieren erste Ergebnisse ihrer Recherchen.

„Sticky Family oder: Der Spuk der notwendigen Arbeit“ is the first part of an exhibition, dealing with the triad labour-household-family. Cleaning, nursing, caring: Who is doing paid reproduction work and in which conditions? Spotlights on transnational modes of living, ongoing struggles and new forms of labour organisation. Hannah Maneck and Ivo Eichhorn present first research results.
Gefördert vom KULTURAMT FRANKFURT

DAS DEUTSCHE REIHENHAUS ist eine sich wandelnde und bewegende Haus-Installation und Experimentierfeld für Aufführungen jenseits klassischer Bühnenformate und Begegnungen zwischen Bildender Kunst, Theater und Performance von Daniel Schauf(Kuration) und Max Brück(Installation)
Gefördert vom Rhein-Main Kulturfonds und dem Kulturamt Frankfurt.

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Leia & Luke

Gegenständliches Erzählen #2

Zehn Jahre lang, 1977 bis 1987, zu einer Zeit, als das Wort Nerd noch nicht allgemein bekannt ist, schenken sich eine Arbeiterin und ein Arbeiter der Naxos-Union gegenseitig Basteleien, die ihren Alltag transzendieren: Sie imaginieren sich selbst als sorglose Versuchsobjekte eines von Aliens betriebenen Experiments. Als zwei fröhliche Dilettant*innen spinnen sie den Faden ihrer Erfindungen und werkeln vor sich hin. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl der noch existierenden Objekte, von einem Audiokommentar begleitet. Es endet wie es beginnt: als Blödelei.

Eine fiktive Ausstellung von: Maylin Habig und Philipp Scholtysik
Assistenz und künstlerische Mitarbeit: Hannah Brown
Sprecherin: Birgit Heuser

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Abhängigkeitserklärung

Irgendwo in der Menge findet sich eine fragile Gemeinschaft aus Profis und Halbwissenden. Singend und zuhörend suchen sie nach Formen des Zusammenseins. Im Zentrum der szenisch-kompositorischen Versuchsanordnung ABHÄNGIGKEITSERKLÄRUNG steht der Chor als Möglichkeit, gesellschaftliche Strukturen musikalisch zu verhandeln und einen Gegenentwurf zu identitären Formen von Gemeinschaft zu setzen.

Wie kann ein Chor klingen, in dem ein eigener Rhythmus und Fremdheit ebenso viel Platz haben wie Bedürfnisse nach Gemeinschaft und Harmonie?

Regie: Benjamin van Bebber, Musik: Lukas Huber, Leo Hofmann und der Chor, Bühne und Kostüme: Zahava Rodrigo, Chorleitung: Sarah Hänggi, Dramaturgie: Leonie Böhm,, Regieassistenz: Philipp Enders, Ausstattungsassistenz: Nicole Nowak, Choreografische Mitarbeit: Jan Burkhardt

Gefördert durch: Musikstadtfonds der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, Musikfonds e.V., Fachausschuss Musik Basel-Stadt/ Basel-Land, pro helvetia, Hamburgische Kulturstiftung, Ilse und Dr. Horst Rusch-Stiftung

Das Gastspiel wurde unterstütz durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Gastspielförderung Theater, egfördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, sowie den Kulturministerien der Länder und mit freundlicher Unterstützung der PRO HELVETIA STIFTUNG.

Reel to Reel

REEL TO REEL bezeichnet die Verbindung zweier Spulen bei Tonbandmaschinen. Vereinfacht gesagt, müssen zwei Spulen verbunden werden, damit ein Klang abgespielt werden kann. Das Tonband kann dabei beliebig oft überschrieben werden und wird so zum Träger unendlicher, möglicher Klänge.
Im Artikel 14 des Grundgesetzes wird das Eigentum als etwas bestimmt, das auch der Allgemeinheit zu dienen hat und der Unterschied von Eigentum und Besitz beinhaltet die Möglichkeit, dass es mehrere BesitzerInnen einer Sache geben kann.
In REEL TO REEL begeben sich Sara Trawöger und Gregor Glogowski in einem performativen Konzert in ein Netz der Dinge, Klänge und Eigentumsbeziehungen.
Ihre Musik besteht aus Fragmenten und Stimmen zu Eigentumsverhältnissen, die sie verformen und zwischen sich hin- und her reichen. Von Spule zu Spule.

Konzept und Raum: Gregor Glogowski
Performance und Musik: Gregor Glogowski und Sara Trawöger
Light-Design und Dramaturgie: Benjamin Hoesch

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt, Beauftragte der Bundesregierung für
Kultur und Medien und dem Musikfonds e.V.
Geprobt im Z – Zentrum für Proben und Forschung. Mit freundlicher Unterstützung von Andreas Engelmann und Chris Janka.

GESTEN DER ZÄRTLICHKEIT

Gesten der Zärtlichkeit

„Keine Zugehörigkeit zu wollen, bedeutet nicht, nicht zusammen sein zu wollen. Die Utopie und die Dystopie sind romantisch. Wir verlangen die Verbundenheit mit dem Realen.“ (Marie Rotkopf)

Die Performance konfrontiert uns mit der Frage, inwiefern wir unter Zärtlichkeit mehr verstehen können, als eine bloß harmlose Form der Zuwendung, die sich in konkreten, eindeutigen, als angenehm empfundenen Gesten erschöpft. Stattdessen wird die zärtliche Geste zu einer gebrochenen, melancholischen Erinnerung und Ahnung an eine andere Weise des Daseins, die uns immer begleitet hat. Was vermögen diese auszulösen unter denen, die sie zulassen?

Idee / Konzept: Simon Möllendorf, Caroline Rohmer
Live-Komposition: Tobias Hagedorn
Bühne: Nils Wildegans
Bühnenbildassistenz: Franziska Kronmüller
Performance: Evie Poaros, Gal Fefferman, Raimonda Gudaviciute, Annekatrin Kiesel, Magdalena Wabitsch
Dokumentation/Fotografie: Lin Nan Zhang

In Kooperation mit studioNAXOS und Theater Willy Praml.

Gefördert durch Kulturamt der Stadt Frankfurt, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Gesamtverband der Katholischen Kirchgemeinden in Frankfurt am Main, Evangelischer Regionalverband Frankfurt am Main, Haus am Dom Frankfurt.

studionaxos-waffenwerkstatt

Die Waffenwerkstatt #das deutsche Reihenhaus

Die Waffenwerkstatt ist eine begeh- und benutzbare Installation für Menschen aller Altersstufen im deutschen Reihenhaus .
Werkzeuge, Baumaterialien und Werkbänke stehen für ein bestimmtes Bauvorhaben zur Verfügung: Waffen.
Neben Hieb- und Stichwaffen, Nunchakus und Schlagstöcken können auch Erbsenrohre und Gummiringpistolen angefertigt werden.
Vorsicht, es darf geschossen werden, es gibt extra dafür präparierte Ziele.
Die gebauten Waffen können entweder in der Werkstatt ausgestellt oder von der Macher*innen mitgenommen werden.

*Die Türen zur WAFFENWERKSTATT sind eine Stunde vor und nach den Vorstellungen von studioNAXOS geöffnet.

DAS DEUTSCHE REIHENHAUS ist eine sich wandelnde und bewegende Haus-Installation und Experimentierfeld für Aufführungen jenseits klassischer Bühnenformate und Begegnungen zwischen Bildender Kunst, Theater und Performance.

Kuration/Regie: Daniel Schauf
Installation: Max Brück

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COZI 2018 Comics und Zinefest Frankfurt

COZI 2018 in cooperation with Naxos Atelier & studioNaxos

Browse through, read and buy a variety of comic books and illustration zines, as well as posters and other printed art directly from the artists at our comics & zines fair.

There will be readings all weekend, a shortfilm & feature film screening, workshops, tattoos and a bar evening. We will serve waffles, sandwiches & coffee.

Johann Faustus nach Hanns Eisler

„Weder setzt das „Wir, das Volk“ eine Einheit voraus noch schafft es eine Einheit, sondern es gründet oder instituiert eine Reihe von Debatten darüber, wer das Volk ist und was es will.“ Judith Butler

Hanns Eislers Bearbeitung des durch Goethe zum nationalen Mythos gewordenen Faust-Stoffs sollte „eine Oper werden, die mit dem Volk auf Du und Du steht, die die volkstümlichen Elemente des Volksschauspiels neu zu (sehen) formen versucht, die Figur des Hanswurst, das Volk, wieder einführt […].“. Sein Entwurf wurde von Seiten der DDR mit der Begründung abgelehnt, sein Faust sei zu pessimistisch und nihilistisch, um Identifikationsfigur für eine sozialistische Zukunft zu sein.

Das Projekt einer Volksoper steht seitdem aus. Heute, in Zeiten, in denen die AFD den politischen Diskurs um das Volk bestimmt, stellt sich die Frage, ob sich mit der Vorstellung einer Volksoper eine emanzipatorische Kraft verbinden lässt, die den rechtsnationalen Kräften die Deutungshoheit über das, was ein Volk ist, wieder entreißen könnte.

Wie könnte eine Volkskunst für das 21. Jahrhundert aussehen?

Eine Theater-Musik-Performance mit zeitgenössischer Vertonung nach dem Opern-Libretto Johann Faustus von Hanns Eisler

von und mit:

Magdalena Wabitsch, Nicolas Matthews, Ximena Gonzales,
Daniel Schauf, Björn Fischer, Rafael Orth, Sahar Rezaei uvm.

Inszenierung der Schwarzspiele:
Tobias Hagendorn, Richard Millig, Björn Fischer, Simon Möllendorf, Caroline Rohmer, Sahar Rezaei, Jan Philipp Stange, Shayan Horiat, Else Tunemyr

Technische Unterstützung: Richard Millig und Björn Fischer
Licht und Raum: Simon Möllendorf
Produktionsleitung: Lisa Gehring

Eine Drittmittel-Produktion.

Gefördert im Rahmen der Goethe Festwoche 2018 vom Kulturamt der Stadt Frankfurt und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

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Rot oder Tot 3

AN KAPITALISMUS MUSST DU NICHT GLAUBEN. ER IST EINFACH DA.

Die 70er Jahre.

In diesem dritten Teil prallt der Aufschwung im Bauwesen auf die Ausbürgerung Wolf Biermanns und den darauffolgenden Künstler*innen-Exodus. Unter dem Slogan PALÄSTE FÜR DIE ARBEITERSCHAFT wurden im dritten Jahrzehnt der DDR zahlreiche Quartiere und teils ganze Städte aus dem Boden gehoben, darunter auch Halle-Neustadt, eine Stadt in der zu Spitzenzeiten über 90’000 Einwohner*innen lebten. Während Städte ausgebaut wurden, baute die DDR-Führung das Recht auf freie Meinungsäußerung ab. Zunehmende Repression waren die Folge, darunter auch die des Liedermachers Wolf Biermann.

Hätte, hätte Fahrradkette! Wir fahren in einer Radralley zurück in die 70er Jahre der DDR. Wie lange können wir uns auf dem internationalen Parkett halten? Verhindern die Protagonisten die Ausbürgerung Biermanns, holen ihn wieder zurück oder müssen alle ins Stasi-Gefängnis nach Hohenschönhausen? Und kann unsere aufgestellte DDR Mannschaft doch den WM Titel 74 holen?

ROT ODER TOT ist immersives Theater als Gedankenexperiment zu kontrastierenden Verläufen von Geschichte.
Jede der fünf Folgen ist in einem Jahrzehnt der DDR situiert und ist ohne Vorkenntnisse der anderen Folgen besuchbar.

„Uns interessiert die DDR als Antithese. Uns interessieren die Dissident*innen, die sich an den Rändern, in Grauzonen aufgehalten und trotzdem Position bezogen haben.“

Die DDR, die Eleganz aus Reflex hier konstruieren, illustriert die Entwicklung einer sozialistischen und antifaschistischen Idee und einer systemischen Alternative zum Kapitalismus.

mit Andreas Jahncke, Magdalena Wabitsch, Florian Mania, Anna Rausch, Philipp Scholtysik und Sarah Gailer

Regie: Carolin Millner | Bühne: Morgenstern & Wildegans | Dramaturgie | Nikolai Prawdzic | konzeptionelle Beratung: Fee Römer | Mitarbeit Textfassung: Philipp Scholtysik | Kostüm: Maylin Habig | Kostümassistenz: Jule Räsch | Film: Teresa Hoerl | Regieassistenz: Juliane Zauber
Produktionsleitung: Anja Schneidereit | Presse: Nina Koch
Eine Produktion von Eleganz aus Reflex in Kooperation mit studioNAXOS. Ermöglicht durch das Kulturamt Frankfurt am Main, der FAZIT-STIFTUNG, der HolgerKoppe Stiftung und flausen-young artists in residence.

Der Wiedergeburtskanal

„In der psychotherapeutischen Praxis erleben Patienten oft das Gefühl , sich daran zu erinnern, dass sie nicht geboren werden wollten. Das dürfte wohl die Reaktion darauf sein, ausgestoßen zu werden, was bei jeder Geburt geschieht. Es ist aber auch vorstellbar, dass dieser Widerwillen gegen die Geburt erst nachträglich entsteht, weil der Austausch mit der Umwelt unerträglich gestört war.“(Arno Gruen)

Eine Installation von Simon Möllendorf und Daniel Schauf im DEUTSCHEN REIHENHAUS.

LIVE!TONIGHT!SOLD!OUT!- eine Grunge-Oper

LIVE!TONIGHT!SOLD!OUT! besingt den Selbstmord und das subversive Potential eines Begehrens, das nicht der Erfüllung, sondern dem Wunsch dient. Ein Pop-Requiem, ein Anti-Sprachrohr ohne Botschaft. Ein Abend nach Texten von Rainald Goetz, Kurt Cobain und der Kompositionstechniken von Morton Feldman.

„Man muss den Selbstmord vorbereiten, arrangieren, Stück für Stück herstellen, berechnen, die nötigen Zutaten zusammenstellen, ausdenken, auswählen, Rat einholen, ihn durcharbeiten, um ein Werk zu schaffen, das keinen Zuschauer hat und nur für einen selbst existiert, gerade so lange wie die kürzeste Sekunde des Lebens.“ Foucault

Darstellerinnen: Virginia V. Hartmann,Elisabeth-Marie Leistikow,Anja Signitzer

Regie:Daniel Schauf Dramaturgie und Textfassung: Björn Fischer
Musikalische Leitung: Richard Millig Regie-Assistenz: Hannah Brown Hospitanz:Lin Hanka

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Eine DRITTMITTEL PRODUKTION

Polish Storm

Das REIHENHAUS steht erst ein paar Tagen,schon ziehen die ersten Katatsrophen ein

Ada Rączka & Natan Kryszk ziehen für drei Tage in das deutsche Reihenhaus ein & nutzen Naturkatastrophen als musikalisch-performatives Material. SIe erschaffen einen menschlichen Sturm, der dalles im Haus durcheinanderwirbelt.

POLISH STORM ist ene Performance entwickelt für DAS DEUTSCHE REIHENHAUS von Max Brück & Daniel Schauf.

Ada Rączka studiert an der Städel Schule.
Natan Kryszk ist Mitglied des Pokusa Trios und arbeitet als Klang-und Performancekünstler in Warschau.

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Der Einzug (FreeJazzHausPerformance)

Wir müssen hier raus! Das ist die Hölle!Wir leben im Zuchthaus! (…)
Und wir werden es schaffen, wir werden es schaffen. (Rio Reiser)

Wie lässt sich in einer Gesellschaft von Individuen Solidarität erzeugen und welche Aufführungsformen sind dafür heute zeitgemäß? Welche Rituale brauchen wir, um unsere Beziehungen erneut aufs Spiel zu setzen?
Für diese und andere Fragen öffnet das DAS DEUTSCHE REIHENHAUS in den kommenden sechs Monaten seine Türen für Künstler*innen und Initiativen. Die sich wandelnde und bewegende Haus-Installation wird dabei ein Experimentierfeld für Aufführungen jenseits klassischer Bühnenformate und für Begegnungen zwischen Bildender Kunst, Theater und Performance. Bauliche Grundlage ist der Entwurf eines 60er Jahre Reihenhauses. Das Projekt ist eine künstlerische Auseinandersetzung zum 50. Jahrestag der 68er Bewegung und den damals angestoßenen gesellschaftlichen Veränderungen.

This is the great new problem of mankind. We have inherited a big house, a great „world house“ in which we have to live together. (Dr.King)

Idee, Konzeption, Kuration: Max Brück & Daniel Schauf

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main & dem Rhein Main Kulturfonds

DER EINZUG (Free-Jazz-Performance)

Im Zuge der Haus-Setzung zieht das Deutsche Reihenhaus nach Motiven von Albert Aylers The Truth is marching in mit Posaunen und Trompeten in die Naxoshalle ein.
Es wird laut, es wird eng, es wird ein symbolträchtiger Häuserkampf in Zeiten der großen Wohnunngsmarkt-Misere.

Ein performatives Free-Jazz-Haus-Konzert mit Lorenzo Dolce (Saxophon), Silas Engel (Trompete), Andreas Haller (Posaune), Franziska Aller (Kontrabass), Steve Nanda (Drums) und vielen mehr.

preparation

Pre:paration

„More than 99.9 percent of species that have ever existed on Earth have gone extinct. Over the long run, it seems likely that humanity will meet the same fate.“

Das veränderungsresistente Wesen bereitet den Ernstfall vor. Abkapselung und Abschottung gegen die Katastrophen von außen, die letztlich alle menschengemacht sind – Prepping.
Um langfristig nicht nur das eigene Leben zu sichern, sondern auch das Überleben der Menschheit.
Gegen diese Sicherung des Status quo steht die Bereitschaft, jetzt auszusterben. Ein giftiger Gedanke der so ätzend ist, dass seine Umsetzung nur mit schmerzvoller Trauer möglich ist.

Von und mit: Raimonda Gudaviciute, Annekatrin Kiesel, Sanna Lundström, Simon Möllendorf, Caroline Rohmer, Nils Wildegans, Andreas Jahncke

Im Kooperation mit studioNAXOS uns dem Theater Willy Praml.
Gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.