Foto: Florian Krauss

CHÖRE DES SPEKULATIVEN

4., 5. Dezember 2021

Im antiken Drama war der Chor zentrales Element auf den Theaterbühnen – er fand seinen Platz zwischen den Protagonistinnen und dem Publikum. Mit dem Theater der Neuzeit verschwand er tendenziell von den Bühnen und mit ihm die kommentierende oder infragestellende Stimme des Kollektivs. "Chöre des Spekulativen" mutmaßt, was der Chor zu den Texten und Szenen der Neuzeit zu sagen, wie er sich zu ihnen verhalten hätte, wäre er nicht von ihnen ausgeschlossen worden: Wie hätte er sich positioniert zum Theater des Barock, zum Theater der Aufklärung, wie zum Theater der Nachkriegszeit? Wie hätte er diese Szenerien, die zumeist das Individuum ins Zentrum stellen, kommentiert, wie sie konterkariert, wie hätte er ihnen beigewohnt? "Chöre des Spekulativen" lädt ein zur Begegnung mit einem Chor, der sich spekulativ-retrospektiv wesentlichen Stationen der Theatergeschichte annähert. Autorinnen aus China, der Türkei, Marokko, Griechenland und Deutschland schreiben nachträglich chorische Stimmen in stilbildende Szenen des "westlichen Kanons" hinein und perspektivieren sie dadurch neu. In einer szenischen Installation werden die Zuschauer*innen Teil einer mobilen Gemeinschaft, die ihre Perspektive(n) stetig neu wählen kann.

Mit Texten von Ebru Nihan Celkan, Karima El Kharraze, deufert + plischke, Zhu Yi, Björn SC Deigner, Antigone Akgün, Sophokles, Molière, Samuel Beckett, William Shakespeare, Johann Wolfgang Goethe, Friedrich Schiller

Regie: Sebastian Blasius | Dramaturgie: Dirk Baumann | Raum: Mark Lammert | Licht: Jakob Boeckh | Assistenz: Leonie Hahn | Mit: Alexandra Finder, Fabian Hagen, Berit Jentzsch, Francesco d’Amalio, Brigitta Schirdewahn, Maria Helgath | Foto: Florian Krauss

Gefördert durch: Hauptstadtkulturfonds, Kunststiftung NRW, Stadt Köln, NRW Landesbüro freie darstellende Künste, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW

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ERFOLG III: SIEGBERT – DAS VOLK SIEHT NICHTS

Premiere: 26. November 2021
Weitere Vorführungen: 27., 28. November 2021 + 3., 4., 5. Dezember 2021

Als Grundlage der Romanvorlage Lion Feuchtwangers nimmt die ERFOLG-Trilogie von ELEGANZ AUS REFLEX die Zeit der zwanziger Jahre unter die Lupe.

In ERFOLG I: JOHANNA – GEBOREN, UM LIEBE ZU GEBEN? beschäftigte sich die Gruppe ELEGANZ AUS REFLEX mit der Figur Johanna Krain und dem Verhältnis von politischen Systemen zur gesellschaftlichen Stellung von Frauen. Mit ERFOLG II: OTTO – WER REINKOMMT, IST DRIN betrachteten sie die herrschende Seite und das damit einhergehende Selbstverständnis der (damaligen) Machthaber. Wo Johanna Krain für das Auflehnen und den Kampf gegen ein repressives System stand, da war der Bayerische Justizminister Otto Klenk sein Vertreter. Siegbert Geyer nun ist das Gegenstück zu Otto Klenk. In ERFOLG III steht damit eine Figur im Mittelpunkt, die sich immer als Teil der Gesellschaft empfand, sich nun aber eingestehen muss, dass sie sich darin getäuscht hat.

Die Auseinandersetzung mit seiner Figur ist eine Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Assimilation. Wo und wie war Antisemitismus schon immer vorhanden und akzeptiert? Wie war seine Steigerung zu spüren und zu erfahren? Wie lange hofften Betroffene nicht gemeint zu sein oder dachten auch, nicht zu den Adressierten zu gehören?
Um unsere Gegenwart mitgestalten zu können, müssen wir unsere Vergangenheit kennen.

Auch der dritte Teil ist ein abgeschlossener Theaterabend und ohne Vorkenntnisse der Teile 1 und 2 verständlich.

Regie: Carolin Millner
Bühne und Kostüm: Maylin Habig & Nils Wildegans
Produktionsleitung: Jasna Witkoski
Spieler: Florian Mania
Foto: Robert Schittko

Eine Produktion der ELEGANZ AUS REFLEX GbR in Kooperation mit studioNAXOS. Gefördert vom Kulturamt Frankfurt am Main, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Naspa Stiftung. ELEGANZ AUS REFLEX wird vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main mehrjährig institutionell gefördert.

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Ausstellung: RESEARCH ON UNSTABLE GROUND

13., 14. + 27., 28. November 2021

Das mehrmonatige Projekt RESEARCH ON UNSTABLE GROUND erforschte den Sumpf als monströse Landschaft des Anthropozäns sowie das Live Action Role Play (LARP) als kollektive Sympoesis. RESEARCH ON UNSTABLE GROUND beinhaltete einen mehrmonatigen Lesekreis mit Texten zur Thematik des Anthropozäns, Workshops zu kollektivem Worldbuilding und LARP-Charaktererschaffung und endete in einem Live Action Role Play im künstlichen Sumpf der Frankfurter Sumpffestspiele im August 2021 in der Naxoshalle.

Die Ausstellung ist eine Dokumentation, die einen kurzen Einblick in das LARP gibt, sowie über Objekte und Texte, die im Prozess entstanden sind, zum Beispiel die Charaktersheets der Figuren. In der Ausstellung bekommt man nicht das LARP selbst zu sehen. Denn LARPen verweigert sich der Idee, dass alles, was von Wert ist, einem Außen, einem Publikum sichtbar gemacht werden kann, sondern glaubt dran, dass man sich eigentlich selbst hineinbegeben muss.

Initiiert von ScriptedReality

Von und mit: Rodrigo Andreolli, Tilman Aumüller, Ana Berkenhoff, Helena Eichler, Milena Fredricks, Liesa Harzer, Greta Katharina Klein, Christia Kramer, Jule Kriesel, Anna Lublina, Thomas Meckel, Katharina Olt, Laura Pföhler, Lèna Ramonè, Arne Salasse, Ruth Schmidt, Leena Schnack, Laura Stellachi, Leah Schultze, Zuzana Zabkova, Simon Zeller.

Konzept: Tilman Aumüller, Ruth Schmidt, Arne Salasse
Set design des LARPs: Alicja Wysocka; Assistenz: Deborah Nerlich
Beratung und Workshops: Nina Runa Essendrop, Kristof Trakal
Produktionsleitung: Greta Katharina Klein; Dokumentation: Zuzana Zabkova
Unterstützung: Lèna Ramonè, Helena Eichler, Felix Schwarzrock, Jim Schwartz
Besonderen Dank an das Ziegel und Klinkerwerk Franz Wenzel GmbH & Co KG für die Bereitstellung des Tons; Dank an: Bernhard Siebert, Will Osmond, das Team studioNAXOS, Angewandte Theaterwissenschaften Gießen, Philipp Schulte, Friederike Thielmann & Jacob Bussmann.

In Kooperation mit der Hessischen Theaterakademie und studioNAXOS. Gefördert vom Fonds Darstellender Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR und vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main.

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Extreme Love im Wohnzimmer am Ende der Welt

Premiere: 12. November 2021
Weitere Vorstellungen: 13., 14. November 2021

Hyper-Sensible Performance-Installation mit elektronischer Musik von neco_nart

Neco_Nart suchen in ihrer neuen Arbeit nach einem anderen sinnlichen Zusammenl(i)eben mit allen, wirklich allen Lebenden in und um uns herum. Sie haben dazu einen wandelbaren Spiegelraum gebaut, der unendlich viel Platz verspricht. Gerade genug Platz, um den wahnwitzigen Versuch zu wagen, die Erde im Ganzen nach Hause zu holen.

In einer multimedialen Installation aus weltweit verstreuten Bildern und Klängen ertönt die Stimme einer Zurückgezogenen, die danach fragt, wie man in Ruhe leben und lieben kann, wenn sich immerzu alles ändert. Selbst der Körper ist nicht mehr der eigene, wenn Darmbakterien unsere Entscheidungsfähigkeiten und Zucker unsere Freiheit beeinflusst und mehr menschliche als nicht-menschliche Zellen in uns existieren. Aber genau dort im Bauchhirn, wo man sonst zu bestimmten Zeiten Schmetterlinge spürt, finden sich Spuren einer hoffnungsfrohen Liebe zwischen Makro- und Mikrowelt.

Mit bis zu 15 Besucher*innen folgt man diesen Spuren einer polyamorösen Beziehung, die seit Jahrmillionen überall gelebt wird - in den Meeren, in den Wüsten, im Erdinneren und auch in unseren Körpern. Während sich die wohl älteste Liebesgeschichte entwickelt, trifft man auf sensible Schwellenereignisse, kaum wahrnehmbares Licht und Klänge, die sich beinahe dem Ohr entziehen, um dann mit einer Klangwelt zu kollidieren, die das tönende Universum verspricht.

Gemeinsam mit der Erzähl-Stimme befindet man sich bald in einem zunehmenden Wechselverhältnis mit den kaum noch unterscheidbaren Kleinst- und Großwelten. Eigene Field-Recordings aus der häuslichen und außerhäuslichen Umgebung verweben sich mit Public-Domain-Recordings - von Brutgesängen aus Neuseeland, über das Eis der Arktis bis zu unterirdischen Höhlenbewohner*innen. Entlang einem feingliedrigen Gewebe aus ASMR (körperlich spürbare Berührung durch Töne), Soundscaping und granular-synthetischen Prozessen entwickelt sich langsam eine psycho-akustische Wanderung bis in den menschlichen Körper hinein. Symbiotic Body. Symbiotic World.

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Produktionsleitung und Outer-Eye: Jonathan Kirn
Live-Elektronik: Richard Millig

Extreme Love im Wohnzimmer am Ende der Welt entstand in Kooperation mit studioNAXOS. Gefördert vom Musikfonds e.v. mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, der FAZIT-Stiftung, sowie dem Bistum Limburg.

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Good Night

Wiederaufnahme
29., 30., 31. Oktober 2021

ZUM LETZTEN MAL

Und ist es nicht der schönste Moment, wenn ein Theaterstück zu Ende ist und man wieder nach Hause gehen kann? Auf unklarem Wege, in die dunkelste Nacht, wenn die Sterne hell leuchten und der schmerzende Kopf, dieser erschütternde Fehlschlag göttlichen Rangs, langsam ablässt vom Tag - in diese Nacht verabschieden wir uns. Von Sinn und Verstand, von Lüge und Wahrheit, Tag und Nacht.

Regie: Jan Philipp Stange. Mit Judith Altmeyer, Daniel Degeest, Lukas Deuschel | Bühne: Jakob Engel | Licht: Simon Möllendorf | Dramaturgie: Björn Fischer | Musik: Jacob Bussmann, Jakob Engel | Produktion: Alessia Neumann, Carmen Salinas | Ausstattungsassistenz: Tobias Rauch, Kim-Lotte Stöber | Bühnenassistenz: Lukas Deuschel

Eine Produktion von Stange Produktionen in Zusammenarbeit mit studioNAXOS, mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Frankfurt. Stange Produktionen wird vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main institutionell sowie vom Fonds Darstellende Künste mehrjährig gefördert. Infos -> www.janphilippstange.com

© Stange Produktionen in Zusammenarbeit mit studioNAXOS. Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Frankfurt.

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Ausstellung: Naturtheater Naxos / Living with Ruins

29., 30., 31. Oktober 2021

Das Naturtheater Naxos ist eine seit Herbst 2020 andauernde Projektreihe in der Frankfurter Naxoshalle auf der Suche nach nachhaltigen Wegen des Theatermachens, welche die Avantgarden der Städteplanung, der Architektur und der Kunst zusammenbringen. Es begreift sich als eine Gesprächs- und Denkeinladung. Wie wollen und können wir angesichts der sich drastisch verändernden Umwelt in den urbanen "Ruinen des Kapitalismus" unser öffentliches städtisches Leben neu gestalten? Wir glauben, dass Kulturinstitutionen hier mehr Verantwortung übertragen werden sollte. Als Orte des öffentlichen Lebens haben sie die Möglichkeit, Menschen an der sozialen und klimagerechten Mitgestaltung der städtischen Öffentlichkeit zu beteiligen. Weitere Infos auf unserer Naturtheater-Seite.

Living with Ruins

Umgeben von Ginkgo-Bäumen bietet ein mobiler Pavillon in der Naxoshalle mit einem Sitzkreis aus Strohballen bis zu 50 Menschen die Möglichkeit, an Performances, Panels, Workshops und Vorträgen zum Klima- und Nachhaltigkeitsdiskurs teilzunehmen und Theater neu zu denken und zu verhandeln. Ganz im Sinne der Biologin Donna Haraway, die betont: “wir werden miteinander oder wir werden gar nicht” - wir machen oder schauen nicht länger nur Theater: Wir werden Theater. Im Pavillon ausgestellt ist ein Architekturmodell der Naxoshalle als eine Vision eines Naturtheaters. Kern dieses Modells ist die Renaturalisierung der Halle in Form eines ganzflächigen Gartens. Zur Ausstellung erscheint ein Booklet u.a. mit Texten von Hauke Ohls, Anna Pomyalova, Manuela Mehrwald und Jakob Engel. Ein Gespräch zwischen François Vadepied von Wagon-Landscaping und Architekt Arthur de Buren komplettiert die Publikation. Auf der Webseite www.naturtheaternaxos.de finden sich viele weitere Infos zu dem Projekt. „Living with Ruins“ wird insbesondere gefördert vom Neustart-Programm #takeplace des Fonds Darstellende Künste. Blog-Beitrag: https://www.fonds-daku.de/fonds-blog/nachhaltige-zukunft-fuer-eine-ruine/


Künstlerische Leitung: Jakob Engel
Künstlerische Co-Leitung: Jan Philipp Stange
Konzept: Arthur de Buren, Jakob Engel, Manuela Mehrwald
Bühnenbild: Arthur de Buren
Technische Leitung: Nils Wildegans
Koordination und Öffentlichkeitsarbeit: Dörthe Krohn
3D Animation: Stefan Klosterkötter
Assistenz: Ina Trenk

Redaktion: Manuela Mehrwald
Lektorat: Jeanne Eschert
Design: Studio Laurens Bauer
Illustration: Anton Engel

Ein Projekt von studioNAXOS in Kooperation mit dem Theater Willy Praml und NAXOS. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR und vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main.

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Walk: Daydreaming the Archive

15., 16., 17. Otober 2021

Ein performativer Spaziergang durch Frankfurt am Main, geführt von Postmigrant*innen.
Startpunkte: Bornheim, U-Bahn Höhenstraße, U Höhenstrasse, Ausgang Berger Straße/ Höhenstrasse/ Habsburgerallee/ Saalbau Bornheim. Dauer ca. 3 Stunden.

Der Spaziergang führt durch eine affektive Kartografie der Stadt, die sich zwischen verlorener und wiedergewonnener Orientierung bewegt: von Kindheitserinnerungen an den Krieg in Bosnien bis zu einer Hommage an die Heimatstadt Buenos Aires durch Operngesang auf den Straßen von Bornheim, von der Wiederholung der in verschiedenen Breitengraden mehrfach gegangenen Schritte auf dem Frankfurter Hauptfriedhof bis hin zu Soundscapes, die von verlorenen, gescheiterten oder erwarteten Fotografien aus Familien- und Stadtarchiven sprechen.

Daydreaming the Archive ist eine (un)mögliche Zusammenarbeit einer Gruppe von Künstler*innen und Postmigrant*innen, die sich aufgrund der Pandemie und den Arbeitsbedingungen nicht als Gruppe treffen können. Bei einem Spaziergang durch die Stadt untersuchen sie, wie Tagträume einen Ort in einem urbanen Raum schaffen, wie dislozierte Erinnerungen andere Formen des Bewohnens der Stadt hervorbringen und wie Postmigrant*innen zu Reisenden in ihrer eigenen Stadt werden.

Initiiert und choreographiert von einer Gruppe postmigrantischer Künstlern*innen, die sich am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen kennenlernte: Olga Popova, Felipe Dos Santos, Bárbara Galego und Diana De Fex. Abwechselnd übernehmen sie die Rollen von Moderatoren, Choreographen und Pädagogen und arbeiten mit sechs anderen Postmigrant*innen zusammen, darunter zwei Opernsänger, ein Amateurfotograf und Gärtner, eine NGO-Mitarbeiterin, eine Mutter und Eventmanagerin und ein Plastikflaschen-Recycler: Sol Crespo und Walter Castillo, Debo Seabra, Khabeer Singh, Dajana Kubat, und bergie (gesprochen ber-hy). Mit der dramaturgischen Unterstützung von Alice Nogueira und Maria Tsitroudi sowie vom Institut für Angewandte Theaterwissenschaft.

Projektinitiatorin: Diana De Fex
Co-Choreograf*innen und Fazilitator*innen: Olga Popova, Felipe dos Santos, Barbara Galego, Diana De Fex
Mitwirkende Teilnehmer*innen: Khabeer Singh, Debo Seabra, Dajana Kubat, Sol Crespo, Walter Castillo, und Bergie (gesprochen ber-hy)
Dramaturgie-Forschungsphase: Alice Nogueira
Dramaturgie Produktionsphase: Maria Tsitroudi
Mediator: Robert Klement
Filmteam: Khabeer Singh, Arnab, Luis Tutalcha, Tracey Parsons, Agni

Produktionsmanagement-Beratung: Carmen Salinas
Website Design: Evelyn Rodriguez
Plakat-Bild: Laura Bernhardt
Webseiten-Bild: Olga Popova
Logo Design: Fabián Andrés Franco Márquez

Als Dokumentation und fortlaufendes Archiv entsteht bis November 2021 die Site: daydreamingthearchive.com

In Kooperation mit studioNAXOS, unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ - STEPPING OUT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz, das Kulturamt und das Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AMKA) der Stadt Frankfurt am Main, die Hessische Theaterakademie (HTA), die Gießener Hochschulgesellschaft (GHG) und das ID_Tanzhaus Frankfurt Rhein-Main.

RESEARCH ON UNSTABLE GROUND. Live Action Role Play (LARP) & Reading Group

Reading Group: Juni & Juli 2021
LARP: 7. August 2021, im Rahmen der Frankfurter Sumpffestspiele

Wie mit dem Sumpf umgehen? Wie von ihm lernen? An den Rändern der Städte und Ebenen liegt ein Ort, weder Wasser noch Land: der Sumpf. Seine Kreaturen sind bedrohlich, was er berührt verrottet oder wird für Jahrhunderte konserviert. Aber wer lernt, sich im Sumpf zu bewegen und Teil von ihm zu sein, für die wird ist er ein Ort überraschender Verwandtschaften und ein Rückzugsort vor den Bewohnerinnen des festen Lands.
RESEARCH ON UNSTABLE GROUND versammelt Parabiologinnen, Schamaninnen und Geologen, Aliens, Künstlerinnen und Terraformer, Sumpfmonster und andere Spezialistinnen der Swampiness für ein gemeinsames Zusammentreffen im Sumpf und erforscht den Sumpf als monströse Landschaft des Anthropozäns sowie das LARP als kollektive Sympoiesis.

Initiiert von ScriptedReality

von und mit Rodrigo Andreolli, Tilman Aumüller, Ana Berkenhoff, Helena Eichler, Milena Fredricks, Liesa Harzer, Greta Katharina Klein, Kristina Kramer, Jule Kriesel, Anna Lublina, Thomas Meckel, Katharina Olt, Laura Pföhler, Léna Ramoné, Arne Salasse, Ruth Schmidt, Leena Schnack, Leah Schultze, Laura Stellacci, Zuzana Zabkova, Simon Zeller

Konzept: Tilman Aumüller, Ruth Schmidt, Arne Salasse
Set design: Alicja Wysocka
Assistenz: Deborah Nerlich
Beratung und Workshops: Nina Runa Essendrop, Kristof Trakal
Produktionsleitung Greta Katharina Klein
Dokumentation: Zuzana Zabkova
Technik: Jim Schwarz, Arne Salasse
Unterstützung bei der Durchführung des LARPs: Helena Eichler, Léna Ramoné, Felix Schwarzrock
Besonderen Dank an das Ziegel- und Klinkerwerk Franz Wenzel GmbH & Co KG für die Bereitstel-lung des Tons
Dank an: Bernhard Siebert, Will Osmond, das Team studioNAXOS, Angewandte Theaterwissen-schaft Giessen, Philipp Schulte, Friederike Thielmann & Jacob Bussmann

In Kooperation mit der Hessischen Theaterakademie und studioNAXOS. Gefördert vom Fonds Darstellender Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR, durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main.

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Panic Noon

Im Rahmen der Frankfurter Sumpffestspiele
Premiere 31. Juli 13 Uhr, weitere Termine 1. August 13 und 17 Uhr

Die Sonne steht hoch, die Schatten sind kurz. Richtungslos vergeht die Zeit nur langsam. Der Mittag ist eine kritische Passage, seine Rolle als eindeutiger Orientierungspunkt zweifelhaft. Trägheit breitet sich aus, die Gedanken driften ab — Denken ist wetterfühlig und an Arbeit ist nicht zu denken. Aber weil auch der Schlaf und seine Unwägbarkeiten bedrohlich wirken, gibt es keine Siesta. Stattdessen sind Dämonen hörbar, die vom Unbehagen singen, vom Überdruss und von dumpfer Beklommenheit.

Musik, Performance, Bild: Jacob Bussmann, Kostüm: Chiara Marcassa, Ton: Rupert Jaud, Choreografie: Hanna Steinmair, Dramaturgie: Henrike Kohpeiß, Outside Eye: Rahel Kesselring, Outside Ear: Barbara Borgir

Das Projekt wird gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Geprobt im Z — Zentrum für Proben und Forschung, ein Raum von ID_Frankfurt e.V und Werkstatt – a project space, initiated by Work of Act in collaboration with Joblinge at Danzig am Platz.

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Temporal Object #3: Future Technology

Im Rahmen der Frankfurter Sumpffestspiele

30. Juli (Premiere) und 31. Juli 2021, jeweils 17 Uhr bis 20 Uhr

Wie erfindet man die Zeit (neu)? Wie erfindet man Zeremonien – wozu die jamaikanische Schriftstellerin und Philosophin Sylvia Wynter einlädt – um die Wahrnehmung zu entkolonialisieren? Die Tanz-Performance Future Technology erkundet die Schwellen von Landschaft und Performance, Theorie und Therapie. Sie arbeitet an Netzwerken, in denen Performance nichts Individuelles ist, sondern das Ergebnis kollektiver Wechselwirkungen, die das Selbst destabilisieren. Future Technology arbeitet mit der Kraft der Passivität. Sie untersucht Prozesse, bei denen sich Geist und Körper öffnen und gleichzeitig in sich zusammenfalten. Mikroskopische Landschaften, die zum Andersblicken einladen. Eine Zusammenkunft.

Von und mit: Osamu Shikichi, Bruno Moreno, Benjamin Karim, Bertrand, Lisa Strozyk, Dan Kwon, Jackson Beyda, Lena Appel, Amina Szecsödy, Luis Garay, Gry Tingskog, Finn Leon Cam, Gabrielle Rendina Catani, Hemansingh Lutchmun; Dramaturgie: Lena Appel, Amina Szecsödy, Luis Garay; Mitwirkung: Gry Tingskog; Sound: Carlo Marchetti , Produktion: Nina Nadig, Mentor*innen: Bojana Kunst and Gerald Siegmund, Konzept, Bild: Luis Garay

Eine Kooperation von Luis Garay, studioNAXOS und dem MA CUP Choreography and Performance, ATW Institute, im Rahmen der Hessischen Theaterakademie (HTA), gefördert von der Werkstatt Frankfurt.

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6,5 Heldentode

Im Rahmen der Frankfurter Sumpffestspiele
Premiere: 29. Juli, weitere Aufführungen 1. und 6. August, jeweils 21 und 22 Uhr.

Wie stirbt eine Heldin? Wie zeigt sich Heldenhaftes in der Darstellung epischer Tode? Die spekulative Führung „6,5 heldentode“ widmet sich der Erforschung maskuliner Repräsentationsmechanismen und arbeitet an ihrer Unterbrechung. Eine weibliche Performerin nimmt sich die sterbenden Helden zur Brust und bringt es – wortwörtlich – für sie zu Ende. Um zu neuen Schlüssen zu gelangen: Wie müssten epische Szenarien aussehen, um auch „unheroische“ Körper, ihre Kämpfe und Geschichten zu beherbergen?

Ein weiterer Fokus liegt auf der Frage nach dem Ende. Was bedeutet es, wirklich etwas zu beenden, was bringt eine*n dazu, „Stop“ zu sagen? Ein Minipublikum wird direkt aufgefordert, persönlich Verantwortlichkeiten zu bestimmen und das Beenden zu übernehmen. So wird der Sumpf aus Zuschreibungen und medialisierten Darstellungen durchwandert und die Möglichkeit eines kollektiven Stops erkundet.

Konzept & Performance: Hanna Steinmair; Musik & Soundscapes: Kristin Gerwien; Dramaturgie: Helen Brecht; Kostüm, Requisite & Grafik: Chiara Marcassa; Technische Beratung Klang: Louisa Beck; Lichtkonzept: Rahel Kesselring; Bewegunsgcoach: Frédéric de Carlo; Titelcollage @ Chiara Marcassa; Dank an: DAV Kletterzentrum, Andreas Kaiser, David Bräuer

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main und die Hessische Kulturstiftung.

Presse

Die Qualität der Performance liegt gerade darin, dass sie im Gegensatz zu den großen Heldeninszenierungen kleine Mittel wählt und von der direkten Begegnung zwischen Steinmair und dem Publikum lebt. Dabei entstehen viele amüsante Momente. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

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Tie me knot

Im Rahmen der Frankfurter Sumpffestspiele
Premiere 23. Juli 2021, 21 Uhr

Der Sumpf als ein Refugium und Rückzugsraum exotischer, unbegehbarer Natur, von gefährlichen und gefährdeten Tieren und Pflanzen; der Sumpf als Fluchtort und -route von versklavten, desertierten und zurückgezogen lebenden Menschen: Wer soll eigentlich vor wem geschützt werden, wenn Landschaften wie diese eingegrenzt und zu Schutzgebieten erklärt werden? Die Tanzperformance TIE ME KNOT greift zwei sehr gewaltsame und kolonial geprägte Fantasien zum Sumpf auf – Kannibalismus und Knoten –, um die Ambivalenz von Abhängigkeiten zu untersuchen: In der Gratwanderung zwischen verschlingen und verschlungen werden, zwischen fesseln, sich binden und verbinden, zwischen Spiel und bitterem Ernst begegnen die Performer*innen nicht nur einander, sondern auch den Voyeuren, die von außen eindringen. Inwiefern braucht eine Gesellschaft Rückzugsräume für Geheimnisse? Und wie könnten diese – statt zur Bedrohung zu werden – Refugien von visionärer Fantasie sein?

Idee, Konzept: Simon Möllendorf, Caroline Rohmer; Regie: Simon Möllendorf; Raum: Nils Wildegans; Musik: Tobias Hagedorn; Performer*innen: Tom Diener, Gal Fefferman, Raimonda Gudaviciute, Annekatrin Kiesel, Evie Poaros; Outside Eye: Caroline Rohmer; Regieassistenz: Miguel Graetzer, Produktionsleitung: Dörthe Krohn, Produktionsassistenz: Alina Gorol

Eine Produktion von Dorfproduct in Zusammenarbeit mit studioNAXOS. Gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt, Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Kulturfonds Frankfurt RheinMain sowie durch den Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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Artist Talk

Virtual Reality 1:1-Performance
Premiere: 17. Juli 2021, diverse Termine an weiteren Tagen bis 5. September 2021

Glucksende Frösche, zirpende Grillen: In ARTIST TALK treffen Sie in einer virtuellen Landschaft auf einen menschlichen Avatar. Wie geht eigentlich Unterhaltung? Plappern, schwätzen, babbeln, schweigen: das Eigentliche bleibt ein Mysterium. Was kann man teilen, wenn das Gegenüber nicht aus Fleisch und Blut ist? In der 1:1-Performance ARTIST TALK, die immer individuell verläuft und vertraulich bleibt, entsteht mit Ihnen ein persönliches Tête-à-Tête zwischen Mensch und Avatar.

Performance: Judith Altmeyer, Regie/Bühne: Jakob Engel und Jan Philipp Stange, Digital Artist: Gloria Schulz, Sound: Laila Gerhardt, Dramaturgie: Philipp Scholtysik, Bühnenplanung und -bau: Marcus Morgenstern und Jesko Haschke, Motion Capture: Laila Gerhardt, Organisatorische Mitarbeit Regie: Pia Louise Jahn, Vermittlung: Janine Bürkli, Sara Gröning, Barbara Luchner, Ines Wuttke, Produktionsleitung: Alessia Neumann, Mitarbeit Produktion: Janine Bürkli, Sara Gröning, Barbara Luchner, Fotos: Camilo Brau, Interne Weiterbildung: Dr. Jessica Lütgens, Dr. Julia Schneider, Isabelle Zinsmaier. Vielen Dank an room fox für die Nutzung der Räumlichkeiten.

Eine Produktion von Stange Produktionen in Zusammenarbeit mit studioNAXOS, mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Frankfurt, des Kulturfonds Frankfurt RheinMain sowie des Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien für das anhängige Vermittlungsprogramm "Be my Guest". Gesponsert von Manus™. Stange Produktionen wird vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main institutionell sowie vom Fonds Darstellende Künste mehrjährig gefördert.

Presse

"Eine eindeutige Empfehlung" (HR2)

"Die Performance wirft Fragen auf, was als Bühne verstanden werden kann, wo die Körper zu verorten sind und wo die Grenzen zwischen virtueller und realer Umgebung, zwischen Fiktion und Wirklichkeit verlaufen. Dadurch gelingt es der Arbeit zu faszinieren. Nicht für die Möglichkeiten der VR-Technik, sondern für die Grundfragen des Theaters." (F.A.Z.)

Weitere Infos: Stange Produktionen

sdr

Nein, einfach nein.

Im Rahmen der Frankfurter Sumpffestspiele

17., 24. Juli 2021 + 1., 8. August 2021

Discontent matters

Sie sind der Meinung, dass etwas in unserer Gesellschaft schief läuft? Sie haben es ja schon mehrmals gesagt, aber es hört ja keiner auf Sie? Sie fühlen sich machtlos, sind erzürnt und unzufrieden? „Nein, einfach nein“ lädt Besucher*innen ein, ihrer Stimme eine bleibende Form zu geben: Sie haben die Möglichkeit, eine persönliche Meinung über etwas, worüber Sie unzufrieden sind, in Worte zu fassen und in Marmortafeln einzumeißeln. Die Marmortafeln werden anschließend im Sumpf platziert und können am Ende des Festivals von ihren Autor*innen abgeholt werden. Und noch in tausend Jahren, wenn die Tafeln gefunden werden, wird man wissen: Sie waren nicht einverstanden!

Kommen Sie ohne Reservierung einfach vorbei und bringen Sie etwas Zeit mit. Ergreifen Sie einen Meißel und verleihen Sie Ihrem Unmut Gewicht.

Konzept, Umsetzung, Foto: J.F. Schmidt-Colinet
Mit Dank an: Philipp Schulte, Li Lorian und Asja.

Gefördert durch das Brückenstipendium der Hessischen Kulturstiftung.

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In Grund und Boden

Im Rahmen der Frankfurter Sumpffestspiele
IN GRUND UND BODEN Premiere: 16. Juli, weitere Aufführungen: 18., 24. und 25. Juli 2021, jeweils 20 Uhr

Es ist der Boden (der Erde, der Bühne), aufgesogen mit toxischen Materialien, der hier keine Bedeutung mehr tragen mag. Doch nun schwemmt es nach oben. Und mit ihm die saugenden Klänge des Moders, die wir traurig nennen. Und die Tiefenzählungen beginnen. Eine musikalisch-essayistische Begegnung mit Schlamm und Schauer trister Um- und Zustände.

THE GREAT SWAMP
Konzept: Jacob Bussmann, Rahel Kesselring, Friederike Thielmann, Ina Vera
Szenografie: Rahel Kesselring, Elisa Rivera, Ina Vera
künstlerische Mitarbeit: Tobias Rauch
Produktionsleitung: Martin Bien

IN GRUND UND BODEN
Inszenierung: Friederike Thielmann
musikalische Leitung: Jacob Bussmann
Szenografie: Rahel Kesselring, Ina Vera
Kostüm: Maylin Habig
künstlerische Mitarbeit: Anna Dieren, Tobias Rauch
mit: Judith Altmeyer, Jodlklub (Elisabeth Gabriel, Liese Lyon, Johanna Milz), Katharina Sommer (Violine), Nicola Vock (Kontrabass)
Produktionsleitung: Martin Bien
Foto: Friederike Thielmann

Eine Produktion der THE GREAT SWAMP Produktions-GbR in Kooperation mit studioNAXOS. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR sowie durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Presse

Eine sehr gelungene und sehr anregende Entschleunigung. (HR 2-Frühkritik)

In Thielmanns Performance scheint die skurrile Mischung aus Sumpf, Theatertechnik und Industrielandschaft geradezu bewohnt zu sein. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

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Frankfurter Sumpffestspiele

15. Juli - 8. August 2021

Installationen (hier für Details klicken) 

THE GREAT SWAMP in der großen Halle, The Great Swamp Produktion
ŻABA - ein Soundarchiv, Laila Gerhardt
CROSSROADS, Johanna Milz
ENDLAGER, Maylin Habig
7000 EICHELN, Jonas Demuth
SEEDBALLS (Concept Art), KulturquARTier Frankfurt/ Elena Viktorovna Stromberger
SUMPFGESPRÄCHE, Philipp Scholtysik

Performances - Konzerte - Workshops

Durch Anklicken der Links kommst Du/ kommen Sie direkt zu den Veranstaltungsdetails mit Reservierungsmöglichkeit.

1. Festspielwochenende

Donnerstag, 15. Juli

20:00 Uhr: IN GRUND UND BODEN, The Great Swamp Produktion - entfällt, Premiere um einen Tag verschoben auf den 16. Juli

Freitag, 16. Juli

20:00 Uhr: IN GRUND UND BODEN, The Great Swamp Produktion

22:00 Uhr PEEP SHOW, Linnan Zhang

Samstag, 17. Juli

14:00 - 18:00 Uhr: NEIN, EINFACH NEIN., J.F. Schmidt-Colinet

14:00 - 18:00 Uhr: MUSIC FOR SWAMPS - Anna Hjalmarsson (DJ Set)

16:00 - 18:30 Uhr: ARTIST TALK. Virtual Reality 1:1-Performance, Stange Produktionen

19:00 Uhr: SWAMP THING, Charlotte Simon

22:00 Uhr PEEP SHOW, Linnan Zhang

Sonntag, 18. Juli

17:30 Uhr: SUMPFGESPRÄCH 1 mit Friederike Thielmann, Regisseurin von IN GRUND UND BODEN

20:00 Uhr: IN GRUND UND BODEN, The Great Swamp Produktion

2. Festspielwochenende

Donnerstag, 22. Juli

14:30 - 19:30 Uhr: ARTIST TALK. Virtual Reality 1:1-Performance, Stange Produktionen

Freitag, 23. Juli

14:30 - 19:30 Uhr: ARTIST TALK. Virtual Reality 1:1-Performance, Stange Produktionen

21:00 Uhr: TIE ME KNOT, Dorfproduct

Samstag, 24. Juli

11:30 - 16:30 Uhr: ARTIST TALK. Virtual Reality 1:1-Performance, Stange Produktionen

13:00 Uhr: PANIC NOON, Jacob Bussmann - verschoben, neue Termine: 31. Juli (13h), 1. August (13 und 17h)

13:00 - 17:00 Uhr: NEIN, EINFACH NEIN., J.F. Schmidt-Colinet

15.30 Uhr: SUMPFGESPRÄCH 2 mit Jacob Bussmann, musikalische Leitung von IN GRUND UND BODEN und Musik/Performance bei PANIC NOON (Premiere 31.7., 13 Uhr)

17:00 Uhr: SUBSTANCES, DECORATED WITH ACCIDENTS, Timm Roller (39. Naxos Hallenkonzert)

20:00 Uhr: IN GRUND UND BODEN, The Great Swamp Produktion

22:00 Uhr: PEEP SHOW, Linnan Zhang

Sonntag, 25. Juli

11:30 - 16:30 Uhr: ARTIST TALK. Virtual Reality 1:1-Performance, Stange Produktionen

13:00 Uhr: PANIC NOON, Jacob Bussmann - verschoben, neue Termine: 31. Juli (13h), 1. August (13 und 17h)

13:00 - 19:00 Uhr: LICHTUNG u.a. mit: DIE KOOPERATIVE, foodsharing, gramm.genau, Solidarische Landwirtschaft, KulturquARTier, Grüne Lunge am Günthersburgpark, Repair Café Sachsenhausen

14:00 - 18:00 Uhr: MUSIC FOR SWAMPS - Maya (DJ Set)

20:00 Uhr: IN GRUND UND BODEN, The Great Swamp Produktion

3. Festspielwochenende

Donnerstag, 29. Juli

14:30 - 19:30 Uhr: ARTIST TALK. Virtual Reality 1:1-Performance, Stange Produktionen

21:00 Uhr: 6,5 HELDENTODE, Hanna Steinmair

22:00 Uhr: 6,5 HELDENTODE, Hanna Steinmair

Freitag, 30. Juli

14:30 - 19:30 Uhr: ARTIST TALK. Virtual Reality 1:1 Performance, Stange Produktionen

17:00 Uhr: TEMPORAL OBJECT #3: FUTURE TECHNOLOGY, Luis Garay

18:00 Uhr: TEMPORAL OBJECT #3: FUTURE TECHNOLOGY, Luis Garay

19:00 Uhr: TEMPORAL OBJECT #3: FUTURE TECHNOLOGY, Luis Garay

20:00 Uhr: SUMPFGESPRÄCH 3 mit Hanna Steinmair von 6,5 HELDENTODE

21:00 Uhr: TIE ME KNOT, Dorfproduct

22:30 Uhr: SUMPFGESPRÄCH 4 mit Gal Fefferman und Caroline Rohmer von TIE ME KNOT

Samstag, 31. Juli

13:00 Uhr: PANIC NOON, Jacob Bussmann

14:00 - 17:00 Uhr: MUSIC FOR SWAMPS - Phil Evans (live)

14:30 - 19:30 Uhr: ARTIST TALK. Virtual Reality 1:1 - Performance, Stange Produktionen - fällt heute krankheitsbedingt leider aus

17:00 Uhr: TEMPORAL OBJECT #3: FUTURE TECHNOLOGY, Luis Garay

18:00 Uhr: TEMPORAL OBJECT #3: FUTURE TECHNOLOGY, Luis Garay

19:00 Uhr: TEMPORAL OBJECT #3: FUTURE TECHNOLOGY, Luis Garay

21:00 Uhr: TIE ME KNOT, Dorfproduct - die Aufführung muss leider entfallen

Sonntag, 01. August

13:00 Uhr: PANIC NOON, Jacob Bussmann

14:00 - 18:00 Uhr: NEIN, EINFACH NEIN., J.F. Schmidt-Colinet

14:30 - 19:30 Uhr: ARTIST TALK. Virtual Reality 1:1-Performance, Stange Produktionen

17:00 Uhr: PANIC NOON, Jacob Bussmann

21:00 Uhr: 6,5 HELDENTODE, Hanna Steinmair

22:00 Uhr: 6,5 HELDENTODE, Hanna Steinmair - entfällt, alle starten um 21 Uhr!!

4. Festspielwochenende

Donnerstag, 05. August

14:30 - 19:30 Uhr: ARTIST TALK. Virtual Reality 1:1-Performance, Stange Produktionen

Freitag, 06. August

14:30 - 19:30 Uhr: ARTIST TALK. Virtual Reality 1:1-Performance, Stange Produktionen

21:00 Uhr: 6,5 HELDENTODE, Hanna Steinmair

22:00 Uhr: 6,5 HELDENTODE, Hanna Steinmair

22:00 Uhr: PEEP SHOW, Linnan Zhang 

Samstag, 07. August

14:00 Uhr: RESEARCH ON UNSTABLE GROUND, Scripted Reality

14:30 - 19:30 Uhr: ARTIST TALK. Virtual Reality 1:1-Performance, Stange Produktionen

Sonntag, 08. August

14:00 - 18 Uhr: NEIN, EINFACH NEIN., J.F. Schmidt-Colinet

14:30 - 19:30 Uhr: ARTIST TALK. Virtual Reality 1:1-Performance, Stange Produktionen

18:00 Uhr: ENDLAGER-Dinner, Maylin Habig

Die Frankfurter Sumpffestspiele sind eine Veranstaltung von studioNAXOS, gefördert durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain, das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, die Hessische Theaterakademie und die Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung für Kunst und Kulturpflege.

Künstlerische Leitung: Simon Möllendorf
Produktionsleitung: Mirjam Narani und Dörthe Krohn
Technische Leitung: Nils Wildegans
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Dörthe Krohn
Grafikdesign: Sofie Böhm

Erfolg II: Otto - Wer reinkommt, ist drin

Theaterfilm, Premiere 25. Juni, weitere Vorführungen 26. und 27. Juni 2021, sowie als Stream: 26. + 27. Juni, 2.-4. Juli 2021

ERFOLG II: OTTO – WER REINKOMMT, IST DRIN ist die zweite Folge der dreiteiligen Stückentwicklung ERFOLG I-III, in der sich die Produktionsgruppe ELEGANZ AUS REFLEX mit den 1920er Jahren und dem damals erstarkenden Nationalsozialismus in Deutschland beschäftigt sowie Parallelen aus der Vergangenheit in die Gegenwart zu den Themen Feminismus, Demokratie und Diversität zieht. Grundlage hierfür bildet Lion Feuchtwangers gleichnamiger Roman. Damals wie heute ist das Leben der Menschen geprägt durch die Geschehnisse auf der großen politischen Bühne. Jede*r Einzelne kann sich in diesem gesellschaftlichen Gefüge aber auch positionieren, dagegen angehen oder sich beugen, für Solidarität und Menschlichkeit einstehen oder mit einer menschenverachtenden Ideologie zum eigenen Vorteil gemeinsame Sache machen.

In ERFOLG I: JOHANNA – GEBOREN UM LIEBE ZU GEBEN? beschäftigte sich ELEGANZ AUS REFLEX in der Auseinandersetzung mit der Figur Johanna Krain vor allem mit dem Verhältnis von politischen Systemen zur gesellschaftlichen Stellung von Frauen. Mit ERFOLG II: OTTO – WER REINKOMMT IST DRIN soll nun die andere, die herrschende Seite betrachtet und das damit einhergehende Selbstverständnis der (damaligen) Machthaber beleuchtet werden. Wo Johanna Krain für das Auflehnen und den Kampf gegen ein repressives System steht, da ist der bayrische Justizminister Otto Klenk sein Vertreter. Otto Klenk, von der voranschreitenden Demokratisierung in der Weimarer Republik in seinen Machtansprüchen bedroht, schließt sich nach einer politischen Niederlage ohne weiteres den „Wahrhaft Deutschen“ um Rupert Kutzner an. Ein gutbürgerlicher Minister, dessen Kalkül und Ehrgeiz dazu führen, dass er die Werte seiner Bürgerlichkeit verrät. Wie konnte es so weit kommen?

Mitwirkende: Regie: Carolin Millner | Kamera: Nina Werth | Bühne und Kostüm: Maylin Habig & Nils Wildegans | Dramaturgie: Theresa Selter | Musik: Lutz Jahnke | Produktionsleitung: Jasna Witkoski | Regieassistenz: Ivana Mitric | Spieler*innen: Sarah Gailer | Florian Mania

Ein Theaterfilm von ELEGANZ AUS REFLEX in Kooperation mit studioNAXOS. Gefördert vom Kulturamt Frankfurt am Main, der maecenia Frankfurter Stiftung, der Stiftung Citoyen und dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain (Statement Kulturfonds). ELEGANZ AUS REFLEX wird vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main mehrjährig institutionell gefördert.

Programmheft

Nachgespräch zum Theaterfilm ERFOLG II: OTTO - WER REINKOMMT, IST DRIN mit Regisseurin Carolin Millner und Dramaturgin Theresa Selter von ELEGANZ AUS REFLEX und Autorin und Politologin Dr. Antje Schrupp.

Erfolg I: Johanna - Geboren, um Liebe zu geben?

Querformat 2 - Kopie

STREAM: Project.Fail

Premiere 7. Juni 2021 um 20 Uhr, online bis 10. Juni 2021

Im alltäglichen Verständnis bedeutet scheitern, einen Mangel an Erfolg zu haben, einen Mangel an wünschenswerten Eigenschaften oder sich in einem Zustand des „Nicht-Funktionierens“ zu befinden. Scheitern würde auch dafür stehen, sich selbst oder andere zu enttäuschen und die Ziele von jemandem nicht zu erreichen. Scheitern ist also eine Konsequenz aus einem vor-bestehenden Recht oder Unrecht.

Project.Fail ist ein Stück, das von zwei Menschen, einer Maschine und mehreren Betrachtern zusammengesetzt wird. Irgendwo an der Grenze zwischen der virtuellen und der analogen Welt agieren die Performerinnen mal als Menschen und mal als Avatare in einem Spiel um den Verlust/Gewinn von Macht und Kontrolle. Indem sie sich sowohl zueinander als auch zur unsichtbaren Maschine in Beziehung setzen, schlagen sie eine Situation vor, in der sie die Art und Weise, wie die Menschheit lebt, und die Entscheidungen, die uns zu unseren aktuellen Krisen und Misserfolgen gebracht haben, hinterfragen.

In englischer Sprache.

Konzept und Performance: Alice Nogueira und Ana Clara Montenegro
Dramaturgie: Alice Nogueira
Sprecher: Sven Rausch
Kamera und Videoschnitt: Talisa Frenschkowski und Simon Lenzen
Lichtdesign: Carina Premer
Ton-Bearbeitung: Jannis Wulle
Tonaufnahme: Felix Schwarzrock
Regie-Assistenz bei den Dreharbeiten: Rodrigo Andreolli
Foto: Talisa Frenschkowski

In day-to-day understanding, to fail is to have a lack of success, deficiency of desirable qualities or being in a state of “not functioning”. To fail would also stand for disappointing oneself or others, and not achieving someone’s goals. To fail is therefore a consequence of a pre-existing right or wrong.

Project.Fail is a piece composed by two humans, one machine and multiple viewers. Somewhere on borders between the virtual and analog worlds, the performers behave sometimes as humans and sometimes as avatars in a game of losing/gaining power and control. By relating to each other as well as to the invisible machine, they propose a situation for questioning the ways humanity lives and the choices that brought us to our current crises and failures.

Language: English

Die Produktion entstand in Kooperation mit studioNAXOS. Gefördert im Rahmen des Kulturförderprogramms „Hessen kulturell neu eröffnen”.

Mimicreatures3(c)Horvath - Kopie

STREAM: Mimicreatures

Premiere: 4. Juni, weitere Vorführungen 5. und 6. Juni 2021, jeweils 20 Uhr

Mimicreatures führt in eine imaginäre Parallelwelt im Grenzbereich der erdrückenden Enge der eigenen vier Wände und der schwindelerregenden Weite des virtuellen Raumes. Aus dem Verlust von Körperlichkeit und Materialität und der Sehnsucht nach Kollaboration und Austausch, entstand eine radikal-lustvolle Auseinandersetzung mit Material, Körper, Raum und den Möglichkeiten von Kamera und Bildschirm. Die Grenzen von realem und virtuellem Raum, dem Monströsen, Kybernetischen und Menschlichen verschwimmen. Die Mimicreatures – drei Kreaturen mit großformatigen Masken und elektronischen Körpererweiterungen – sind Kinder der pandemischen Gegenwart. Aus der Auseinandersetzung mit unseren gegenwärtigen psycho-sozialen Zuständen haben wir uns Avatare erschaffen, deren Masken nicht nur eine Barriere vor den Gefahren der Welt bieten, sondern gleichzeitig auch das Gegenteil ermöglichen. Sie kehren unsere inneren Zustände, Gefühle und Empfindungen nach Außen und geben ihnen ein Gesicht. Wir betrachten unser Inneres durch ein Vergrößerungsglas und machen es dadurch zu unserer Gefährtin. Sie sind die Anderen die wir selbst sind.

Am Ende des filmischen Teils werden die Zuseher*innen eingeladen uns mit einem Klick in einen gemeinsamen virtuellen Raum zu folgen. So möchten wir die Möglichkeit eines Austausches schaffen. Wir nutzen dafür die Plattform Mozilla Hubs die direkt über den Browser zugänglich ist.

Konzept, Produktion, Masken, Kostüm, Bühne, Postproduktion: Lisa Horvath
Choreographie und Performance: Eng Kai Er, Ana Clara Montenegro, Lisa Horvath
Musik: Sara Trawöger
Kamera, Licht: Merthe Wulf

In Kooperation mit studioNAXOS, gefördert von der Hessischen Kulturstiftung und der Hessischen Theaterakademie.

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STREAM: Annäherung an die Zärtlichkeit

Eine Erinnerung an Stöcke und Menschen

Premiere: 21. Mai 2021, Video-on-Demand bis 23. Mai sowie 27.-29. Mai 2021

Die Compagnie Dorfproduct denkt weiter über Zärtlichkeit nach, in ihrer neuen Produktion konkreter denn je in Bezug auf den Tod. Zwei Performerinnen erschaffen im Seitenschiff der Naxoshalle einen weitläufigen Raum, in welchem die Begegnung, die Entstehung einer gemeinsamen Erinnerung, das Einander-Begleiten im Sterben und die Trauer zu einem Kreislauf ritualisiert werden. So führt die Akzeptanz der Vergänglichkeit zur Zärtlichkeit. Denn während das Sterben und damit die Verletzlichkeit ein unausweichlicher Umstand des Lebens sind, wird die Zärtlichkeit zur Brücke zwischen der belebten und unbelebten Natur, die davon erzählt, was jenseits der Grenzen von Geburt und Tod möglich ist.

Mithilfe von Ästen und Stöckern bauen die Performerinnen Skulpturen und Unterschlüpfe, die von Gemeinschaft und Abhängigkeiten erzählen. In ihnen manifestiert sich die Einschreibung des Menschen in die Erde, die seit dem Ende der Eiszeit so tiefgreifend ist, dass Forscher*innen mittlerweile vom Anthropozän sprechen, weil sich der Mensch in den Mittelpunkt und über seine Abhängigkeit von natürlichen Ressourcen gestellt hat. In „Annäherungen an die Zärtlichkeit“ wird dieses Verhältnis zur Umwelt aufgebrochen. Ihre Formbarkeit durch die menschliche Hand führt zur Hinwendung an die Verletzungen von Mensch und Natur. Denn im Grunde sind Stöcke abgehackte Gliedmaßen von Bäumen, die sich unter das Schlachtfeld der Menschen mischen.

Konzept, Regie, Raum: Simon Möllendorf
Performerinnen: Gal Fefferman, Annekatrin Kiesel
Konzept, Outside Eye: Caroline Rohmer
Ton/Schnitt/Video: Hendrik Kühling
Foto: Dorfproduct

Eine Produktion von DORFPRODUCT in Kooperation mit studioNAXOS. Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main und die Hessische Kulturstiftung.

Presse

Wie gemalt, dazu trotz Verfallserscheinungen leuchtend präsentiert sich die Naxoshalle in einem stillen kleinen Film „Annäherung an die Zärtlichkeit“ von der Compagnie Dorfproduct. (...) einer Zeremonie nicht unähnlich, muss sich die Zuschauerin auf eine geduldige wie genaue Betrachtung einlassen, die bald einer Meditation gleicht. (Frankfurter Rundschau)

Die Performance „Gesten der Zärtlichkeit“ hatte am 26. Oktober 2018 Premiere im studioNAXOS und wurde im April 2019 wiederaufgenommen.