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5,97 x 10²⁴ kg oder die Masse der Welt eine Serie in sich verschachtelter Albträume

22., 23., 24. April 2022

The world always exceeds nature, or, more exactly, world and nature are temporal reference points: nature is what is established; the world is what is coming.
(Bruno Latour: Facing Gaia)

5,97 x 10²⁴ kg ist ein Versuch die Komplexität der Welt zu umarmen. Der homöostatische Zustand der Welt scheint gestört und so machen wir unsere Alpträume zum Material für eine Begegnung mit der Cyborg-Erde und durchstoßen dabei die Grenzen zwischen Mikro und Makro, zwischen Außen und Innen, zwischen Natur und Technologie. Bei Tag eine interaktiv erfahrbare Installation, wird sie bei Nacht zum Schauplatz und Instrument für eine Konzert-Performance von drei insektenhaften Kreaturen und einer neugeborenen Androidin.

Die Arbeit, mit der Lisa Horvath ihren Master am Institut für Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen abschließt beschäftigt sich mit dem Begehren und dem Scheitern, sich als Individuum innerhalb der komplexen Zusammenhänge und kaum greifbaren Dimensionen unserer Welt zu verorten. Es wird dabei zum Motor, uns den Topografien, Organismen, Strukturen und Zusammenhängen der Welt zu nähern - aus unserem eigenen dynamischen Standpunkt, durch den Körper, die Sinne, durch unsere technologischen Erweiterungen, durch Dekonstruktion und Rekonstruktion aber vor Allem durch Imagination, Naivität und Neugierde.

Trailer:

Foto: Lisa Horvath

Konzept/Idee/Performance: Hanna Röhrich und Patricija Bronić

Idee / Konzept / Regie / Text / Szenografie / Visuals: Lisa Horvath
Musik und Performance: Kristin Gerwien
Musik und Interaction-Design: Valerio Zanini, Nick Acorne
Dramaturgie: Victoria Fux

Ein Gastspiel des NFT (Netzwerk Freie

Koproduktion mit La Strada Graz
Gefördert von Stadt Graz, Land Steiermark, Hessische Theaterakademie

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Das Baubo Reenactment

26., 27. März 2022

Ich, Baubo, bin gross, bin breit, bin voll.
Spreche. Will gehört werden.
Bin nicht glatt, nicht duftend, nicht rosa.
Ich, Baubo, schenke dir Verständnis, bin bei dir.
Ich, Baubo, weiss: Du bist gut so wie Du bist.

Das Baubo Reenactment ist eine zeitgenössische Auseinandersetzung mit dem unerzählten Mythos der Baubo. In ihrer ersten abendfüllenden Produktion schaffen BRONIĆ/RÖHRICH neue Möglichkeiten für eine Sichtbarmachung des weiblichen Geschlechts. Der antike griechische Mythos wird in Bezug gesetzt mit dem Status Quo der Gleichstellung der Geschlechter in Westeuropa. In einer rituellen Performance reenacten sie Baubos Geste, mit der sie die Fruchtbarkeitsgöttin Demeter tröstete und zum Lachen brachte. Das Publikum ist zu diesem spielerischen Ritual eingeladen, um sich mit den «Erbinnen Baubos» zu solidarisieren und einen gemeinschaftlichen Moment zu erfahren.

Trailer:

Foto: Arthur Bauer

Konzept/Idee/Performance: Hanna Röhrich und Patricija Bronić
Text: Hanna Röhrich, Patricija Bronić, Tanja Krone
Outside Eye: Tanja Krone
Bühne: Skafte Kuhn
Musik: Tobias Schmitt
Kostüm: Melanie Riester
Ausstattungsassistenz und technischer Support: Stefan Schneider
Trailer: Jonas Becher
Technik: Torsten Mitsch

Ein Gastspiel des NFT (Netzwerk Freier Theater).
Koproduktion mit dem zeitraumexit e.V. und BodyLeaks Festival for Female Empowerment & Interconnection. Premiere im zeitraumexit e.V. Mannheim am 3. Dezember 2021.
Dieses Projekt wird ermöglicht im Rahmen des Programms »Verbindungen fördern« des Bundesverbands Freie Darstellende Künste, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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MUTTERWERK

11., 12., 13. März 2022

Wie äußert sich meine Wut, wie darf sie sich äußern? Wie brutal, wie lustvoll darf eine Frau sein? Was, wenn eine Mutter ihr Kind konditioniert? Was, wenn eine Generation ihre Kinder konditioniert? Welches Ideal von Mutterschaft wohnt in meinem Kopf? Wie stehen Frauen zwischen 35 und 60 zu Mutterschaft? Mit welchen Idealen von Frau- oder Mutter-Sein sind sie konfrontiert? Sind sie meine Zukunft?

MUTTERWERK führt die Zuschauenden in einen Rundgang, der bei Klyteimnestras entfesselter Wut beginnt, der auf Erziehungsmethoden der NS-Zeit und deren Folgen zurückschaut und der schließlich Frauen zuhört, die Stellung beziehen, zu sich als Frau, Partnerin und Mutter. Eine audiovisuelle Installation zwischen Dokumentation und Inszenierung.

Eine Arbeit von Anna Renner mit Unterstützung von Olivia Ronzani (Szenische Begleitung), Tanja Höhne (Dramaturgie), Johannes Kühn (Sound-Begleitung) und Felipe dos Santos Boquimpani (Lichtkonzept). Mit Ursula Maurer, Jessica B., Dörthe Krohn, Joyce C., Cathleen, Luciana M., Arzu Ergün-Demir, Moni Schumm und anderen.

Danke an Linda Kagerbauer, Katharina Schröck, Annette Eidmann, Livia Andrea Piazza, Jörn Ahrens, Pinar Gümüs Mantu, Bernhard Siebert, Gerald Siegmund, Jan Deck, Elisabeth Schweeger, Franziska von Blarer, Eva-Maria Höhne, Hannah und Ben, Jonas, Herbert, Sven, Alice, Flo, Sina und Olli, Chris und das studioNAXOS-Team.

Foto von Tanja Höhne, Olivia Ronzani und Anna Renner; inspiriert von Francesca Woodman.

Die Produktion entsteht in Kooperation mit studioNAXOS. Sie wird gefördert vom Kulturamt Frankfurt am Main, dem Kulturamt Gießen, der Hessischen Theaterakademie und der Justus-Liebig-Universität Gießen.