frankfurter kranz@Sofie Böhm

Frankfurter Kranz

Der Frankfurter Kranz in der Naxoshalle ist eine Mischung aus Kaffeehaus, Varieté und philosophischem Salon. Neben Beiträgen zwischen Musik, Poesie und Diskussion kann man sich wahlweise unterhalten oder unterhalten werden. Jede Ausgabe steht unter einem thematischen Stern – alle versuchen einem bestimmten Frankfurter Gesprächsbedarf Kontinuität zu verleihen.

In der zweiten Ausgabe geht es um depressives Denken: Seit 1970 hat sich die Einkommensungleichheit in Deutschland verdoppelt. Im gleichen Zeitraum sind diagnostizierte Depressionen um ein vielfaches angestiegen: Heute hat jede*r Vierte unter 30 in Deutschland Depressionen oder Angststörungen. Wir nehmen den Zusammenbruch des Selbstwerts zum Ausgangspunkt einer geisteswissenschaftlichen Suche nach den Zusammenhängen von Identität und Ökonomie. „Sind“ wir nur, weil wir „haben“? Kann man Selbstwert kaufen oder besitzen? Und harrt die Depression als große Ent-Wertung genau auf jenen beruflichen Schauplätzen, in denen es auf ganz intensive Weise um den Ausdruck individueller Freiheiten geht? Darf man sich über/mit Depression unterhalten?

Eine Unterhaltung von und mit Frankfurter Musiker*innen, Psychoanalytiker*innen, Schauspieler*innen, Neurolog*innen, Versicherungsfachangestellten, Philosoph*innen und vielen anderen. Dazu Drinks, Musik und Kuchen.

Beginn ist um 16 Uhr mit einer nicht unwichtigen Einführung.

Ermöglicht vom Kulturamt Frankfurt und studioNaxos. Eingerichtet von Jan Philipp Stange und Mayte Zimmermann.

studionaxos-waffenwerkstatt

Die Waffenwerkstatt #das deutsche Reihenhaus

Die Waffenwerkstatt ist eine begeh- und benutzbare Installation für Menschen aller Altersstufen im deutschen Reihenhaus .
Werkzeuge, Baumaterialien und Werkbänke stehen für ein bestimmtes Bauvorhaben zur Verfügung: Waffen.
Neben Hieb- und Stichwaffen, Nunchakus und Schlagstöcken können auch Erbsenrohre und Gummiringpistolen angefertigt werden.
Vorsicht, es darf geschossen werden, es gibt extra dafür präparierte Ziele.
Die gebauten Waffen können entweder in der Werkstatt ausgestellt oder von der Macher*innen mitgenommen werden.

*Die Türen zur WAFFENWERKSTATT sind eine Stunde vor und nach den Vorstellungen von studioNAXOS geöffnet.

DAS DEUTSCHE REIHENHAUS ist eine sich wandelnde und bewegende Haus-Installation und Experimentierfeld für Aufführungen jenseits klassischer Bühnenformate und Begegnungen zwischen Bildender Kunst, Theater und Performance.

Kuration/Regie: Daniel Schauf
Installation: Max Brück

cozi_Logo

COZI 2018 Comics und Zinefest Frankfurt

COZI 2018 in cooperation with Naxos Atelier & studioNaxos

Browse through, read and buy a variety of comic books and illustration zines, as well as posters and other printed art directly from the artists at our comics & zines fair.

There will be readings all weekend, a shortfilm & feature film screening, workshops, tattoos and a bar evening. We will serve waffles, sandwiches & coffee.

studionaxos-reste-kueche

Restekochen und Live-Musik

Die Naxos-Küche kocht. Gemeinsam mit FOODSHARING FRANKFURT, einer Initiative zur Lebensmittelrettung, werden alle am Tag in Frankfurt eingesammelten Nahrungsmittel am Abend gemeinsam im Foyer der Naxoshalle zubereitet und an einer langen Tafel gegessen. Mit Live-Musik und Menü des Tages.

Eine Kooperation von studioNAXOS und FOODSHARING FRANKFURT.

Bild Otium

Otium-Lesung

Ich stand neulich im Hafen von Rotterdam und da sieht es ziemlich postmodern aus, so eine Mischung von alten Prachtgebäuden, funktionalem Hafenkram und avangardistischer Architektur. Und dann sehe ich die Möwen über‘m Wasser und wie die Sonne darauf glänzt und mir steigt der Salzgeruch in die Nase und ich hab‘ plötzlich so einen Gedanken, bei dem klar ist, dass er nicht stimmen kann, aber ich denke: Eigentlich hat sich nichts verändert. Dabei haben die den Hafen ausgebaggert und das Rotlichtviertel geschlossen und es ist nichts wie früher, rein gar nichts.

Ich glaube, es ist einfach so. Wenn man morgens heimfährt und die Sonne aufgeht, dann scheint so ein Licht auf den Imbissstand an der Baustelle, das alles unwiderstehlich macht. Es geht um dieses Licht. Im Theater, in der Literatur und in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Aber leider leuchtet da immer nur diese Neonscheiße.

Otium ist eine Zeitschrift für Literatur und Fotografie der Gegenwart und wird seit 2009 in wechselnder Besetzung von einem Redaktionskollektiv herausgegeben. In seinen performativen Lesungen arbeitet das Kollektiv an einer Öffnung der Lesesituation.

Arty Chock : Money Talks

hörspielsalon
Das Hörspiel basiert auf dem Material der Performance Money Talks – Im Schatten der Türme, die 2014 bei studioNaxos zu erleben war. Die Zuhörer werden Teil einer abgründigen Geschichte, die sie aus der Perspektive der Hauptfigur, einem abgehalfterten Privatdetektiv, durchleben. Zurückgelehnt bei einem Glas Bourbon in der Bar der Naxoshalle führt sie Money Talks auf einen Streifzug durch die Frankfurter „Unterwelt“, geleitet von den Versprechen und Phantasmen des Geldes, auf der Suche nach einer Wahrheit, die sich irgendwo in den Tiefen des Glases zu verlieren droht. Und draußen wie immer: Die nächtliche Stadt. Eine Anhäufung von Schmutz und Unmoral, ein einziger menschlicher Abgrund, so schwarz, dass das Licht der Straßenlaternen und der kalte Glanz der Neonreklame bereits nach wenigen Metern vom Dunkel verschluckt werden.

Idee: Florian Heller – Fassung: Tim Schuster, Lisa Gehring – Mit: Fanti Baum, Sophie Burger, Leon Gabriel, Lisa Gehring, Moritz Gleditzsch, Luka Killer, Eric Lenke, Sophie Osburg, Julia Schade, Christian Schuller, Tim Schuster u.a.

Eine Produktion von Arty Chock und studioNAXOS. Gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt. Mit freundlicher Unterstützung von Analog Mastering & Recording Tonstudio Frankfurt

studionaxos-goethe-festwoche

Goethe Festwoche

„Auf einem bestimmten, sicheren Platze steht der Mensch und hält sich alles, was ihm in die Nähe kommt, mit wirkungsvollen Rechtsgebärden vom Leibe. Alles Leben, wie er es kennt, ist auf Distanzen angelegt, das Haus, in dem er seinen Besitz und sich verschließt, die Stellung, die er bekleidet, der Rang, nach dem er strebt – alle dienen dazu, Abstände zu schaffen, zu festigen und zu vergrößern. (…) Nur alle zusammen können sich von ihren Distanzen befreien.“ (Elias Canetti: Masse und Macht)

Mit Teilnehmer*innen aus Frankfurt und Umgebung | Konzept, Regie: Simon Möllendorf, Daniel Schauf | Produktionsleitung: Caroline Rohmer

Nerve Collection
20 Uhr

Ein nachdenklich-pamphletisches Solo, eine Wanderung im Ist-Zustand. Caroline Creutzburg legt sich einen sensorischen Stachel zu, der ihre Empathien und ihre Intoleranzen dokumentiert. Dabei verhält sie sich wie ein Spion im eigenen Nervensystem: „Durch unauffälliges Vorgehen bleibe ich mir selbst unbemerkt und kann doch allen Details nachspüren. So stoße ich auf skurrile Landschaften, das immer gleiche Pumpen der Agressionsadern, längst überholte Moralprinzipien und uralte, heilige Auto-Bio-Materie.“ Begleitet von Songs und Kostümen werden die Funde wie in einem Spoken-Word-Album zu einem Text angeordnet.

Konzept, Performance: Caroline Creutzburg | Technik: Rahel Kesselring

Speaker Swinging
21:30 Uhr

Eine Konzertperformance mit bildhauerischen, installativen und performativen Aspekten „wegen der Körperlichkeit der schwingenden Boxen und weil dazu Schweiß, Schwerstarbeit und Sturheit erforderlich sind.“
(Gordon Monahan)

Klangregie, Künstlerische Leitung: Tobias Hagedorn |
Performance: Hendrik Hebben, Magdalena Dzeco u.a.

In Kooperation mit dem Institut für zeitgenössische Musik IzM der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main.

TALK.TALK.
22 Uhr

we really don’t want to tell you anything. and it’s not enough if you just listen. we talk. you talk. talk.talk. repeat.

TALK.TALK. uses this mechanism, testing out the impact of collective repetition on a group. The two performers are hosting the evening and lead the audience through a parcours of words and sounds making up promises, everyday dialogue, speech acts, onomatopoetic words and games of whisper, seeking to build a community with and by voices.
At all times the performance follows one basic rule: Everything that is being said needs to be repeated by everyone else. Once the repetition stops, the performance will also stop.

Konzept, Performance: Romuald Krężel, Emmilou Rößling

blind date: Kunst macht Widerstand Vol. 2: Grenzen der Kritik

Die Reihe blind date geht in die zweite Runde. Die Regeln sind gleich: Eine theoretische Position trifft eine vorher geheime künstlerische Position. 2015 wird die Reihe hinsichtlich der „Grenzen der Kritik“ zugespitzt: Wie steht
es um Kritik an oder mit Kunst, wenn unklar ist, wo die Grenzen der Kunst und der Kritik verlaufen? Von wo aus lässt sich überhaupt Kritik formulieren? Der erste Abend fragt nach den Grenzverschiebungen dessen, was etwa Theater oder Repräsentation ist: Bewegen wir uns weg vom visuellen Register hin zu einem akustischen? Der zweite Abend befragt die Kritik an fixierten Identitäten: Wo schlägt diese
in ihr Gegenteil um und sichert ggf. den bestehenden (Theater-)Apparat?

22. November 2015, 18 Uhr:
Julia Naunin (Theatre Studies, Frankfurt) meets Performance Artist X
The Sound of a Displacement: From the Visual to the Acoustic

29. November 2015, 18 Uhr:
Danae Gallo Gonzalez & Johanna Fernández Castro (Cultural/Gender Studies, Gießen) meet Performance Duo X
On Hegemony and Conservation: Struggles of constructed Identities

Kuratiert von: Heiko Stubenrauch, Matthias Rudolph, Leon Gabriel

Hinweis: Die Arbeitssprache ist English, Dauer jeweils 2h.

Money Talks. Im Schatten der Türme

Dämmerung – der Schädel schmerzt, das Gedächtnis zeigt beängstigende Lücken. Alltag im Leben des heruntergekommenen Privatdetektivs Spencer Lux. Doch plötzlich klingelt das Telefon und auf eine Nacht, an die er sich nicht erinnert, folgt eine, die er nie vergessen wird.

Money Talks ist eine Tour durch Frankfurts Osten, eine Mischung aus immersive theatre und audiowalk im Stil des film noir. Die Teilnehmer*innen erleben die Geschichte aus der Perspektive der Hauptfigur Spencer Lux.
Ausgestattet mit einem mp3-Player mit Off-Stimme des erzählenden Ermittlers und Soundtrack streifen Sie durch die Frankfurter „Unterwelt“ auf der Suche nach der verloren gegangenen Erinnerung der letzten Nacht. Bald wird klar, dass hier nicht gegen irgendeinen Verbrecher ermittelt wird, sondern gegen die Basis unserer Realität: das Geld.
Gehen Sie auf die Suche. Treffen Sie auf obskure Orte, skurrile Gestalten und kommen Sie einer Macht auf die Spur, die jede Faser unseres Daseins durchdringt. Part mystery, part theory, parts missing.

Konzept und Performance: Arty Chock