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Erfolg II: Otto – Wer reinkommt, ist drin

Theaterfilm, Premiere 25. Juni, weitere Vorführungen 26. und 27. Juni 2021, sowie als Stream: 26. + 27. Juni, 2.-4. Juli 2021

ERFOLG II: OTTO – WER REINKOMMT, IST DRIN ist die zweite Folge der dreiteiligen Stückentwicklung ERFOLG I-III, in der sich die Produktionsgruppe ELEGANZ AUS REFLEX mit den 1920er Jahren und dem damals erstarkenden Nationalsozialismus in Deutschland beschäftigt sowie Parallelen aus der Vergangenheit in die Gegenwart zu den Themen Feminismus, Demokratie und Diversität zieht. Grundlage hierfür bildet Lion Feuchtwangers gleichnamiger Roman. Damals wie heute ist das Leben der Menschen geprägt durch die Geschehnisse auf der großen politischen Bühne. Jede*r Einzelne kann sich in diesem gesellschaftlichen Gefüge aber auch positionieren, dagegen angehen oder sich beugen, für Solidarität und Menschlichkeit einstehen oder mit einer menschenverachtenden Ideologie zum eigenen Vorteil gemeinsame Sache machen.

In ERFOLG I: JOHANNA – GEBOREN UM LIEBE ZU GEBEN? beschäftigte sich ELEGANZ AUS REFLEX in der Auseinandersetzung mit der Figur Johanna Krain vor allem mit dem Verhältnis von politischen Systemen zur gesellschaftlichen Stellung von Frauen. Mit ERFOLG II: OTTO – WER REINKOMMT IST DRIN soll nun die andere, die herrschende Seite betrachtet und das damit einhergehende Selbstverständnis der (damaligen) Machthaber beleuchtet werden. Wo Johanna Krain für das Auflehnen und den Kampf gegen ein repressives System steht, da ist der bayrische Justizminister Otto Klenk sein Vertreter. Otto Klenk, von der voranschreitenden Demokratisierung in der Weimarer Republik in seinen Machtansprüchen bedroht, schließt sich nach einer politischen Niederlage ohne weiteres den „Wahrhaft Deutschen“ um Rupert Kutzner an. Ein gutbürgerlicher Minister, dessen Kalkül und Ehrgeiz dazu führen, dass er die Werte seiner Bürgerlichkeit verrät. Wie konnte es so weit kommen?

Mitwirkende: Regie: Carolin Millner | Filmeditor: Yaschar Scheyda | Kamera: Nina Werth | Bühne und Kostüm: Maylin Habig & Nils Wildegans | Dramaturgie: Theresa Selter | Musik: Lutz Jahnke | Produktionsleitung: Jasna Witkoski | Regieassistenz: Ivana Mitric | Spieler*innen: Sarah Gailer | Florian Mania

Ein Theaterfilm von ELEGANZ AUS REFLEX in Kooperation mit studioNAXOS. Gefördert vom Kulturamt Frankfurt am Main, der maecenia Frankfurter Stiftung, der Stiftung Citoyen und dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain (Statement Kulturfonds). ELEGANZ AUS REFLEX wird vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main mehrjährig institutionell gefördert.

Programmheft

Nachgespräch zum Theaterfilm ERFOLG II: OTTO – WER REINKOMMT, IST DRIN mit Regisseurin Carolin Millner und Dramaturgin Theresa Selter von ELEGANZ AUS REFLEX und Autorin und Politologin Dr. Antje Schrupp.

Erfolg I: Johanna – Geboren, um Liebe zu geben?

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LIVE-STREAM: Good Advice

Ein Chor ringt um Fassung.

Premiere 5. April 2021, weitere Spieltermine: 6.-8. April 2021

Ein Unfall hat stattgefunden: dem Theaterraum ist etwas zugestoßen und nichts scheint mehr wie vorher. Auf der Bühne ist etwas Fremdes eingebrochen und in einer Ruinenlandschaft treten vereinzelt Spieler*innen auf, die allesamt unter gänzlich anderen Vorstellungen angetreten sind. Weder können sie ihrer Sehnsucht nach einer führenden Rolle in einem Musical stillen, noch ist eine anständige Fassung oder ein Plan gegeben, aus dem heraus sie überhaupt etwas anfangen könnten. So begeben sich die fassungslosen und überaus bedürftigen, führungslosen Spieler*innen als fünfköpfiger Mehrgenerationen-Chor auf die Suche nach einem Musical und damit gleichsam auf die Suche nach einer Normalität und Ganzheit, die es vielleicht so nie gegeben hat. Dabei wird keine Gelegenheit ausgelassen, um doch noch zu ihrem Auftritt als führende Rolle zu gelangen.

GOOD ADVICE ist eine Performance für einen Chor, der um seine Fassung ringt und in der das Nicht-Wissen und die Verunsicherung der Pandemie zur Ausgangslage wird, um darin zu fragen: Wie können wir in einer Krise als Gemeinschaft zu uns kommen?

Konzept / Text / Regie: Kim Willems
Textdramaturgie: Meret Kiderlen
Bühne & Ausstattung: Till Korfhage
Musikalische Gestaltung: Richard Millig
Regie- & Produktionsassistenz: Eva Streit
Lichtdesign: Frithjof Gawenda
Performance: Cornelia Niemann, Stephan Dorn, Simon Zeller, Greta Knorr, Helene Dueker, Asja Mahgoub
Mit Dank an Katharina Speckmann und Philipp Scholtysik
Foto: Christian Schuller

Eine Produktion von willems&kiderlen in Kooperation mit studioNAXOS. Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Presse

Getreu dem vom einstigen Obama-Stabschef Rahm Emanuel geprägten Bonmot „You never want a serious crisis to go to waste.“ Gute 90 Minuten kreisen sie um Selbstverwirklichung und Krise, in Abwandlung des Theater-Topos, dass Figuren ihren Stoff suchen – und hier, in einem Wortspiel, ringen sie um ihre Fassung. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

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LIVE in ZOOM: Die Perser

Chorstück für eine Solistin frei nach Aischylos

Premiere: 4. Februar 2021, weitere Aufführungen: 5. und 6. Februar
Dauer: 55 Minuten

Die überlegene persische Flotte wird bei Salamis von den Griechen vernichtend geschlagen. Acht Jahre später bringt Aischylos das Geschehen aus der Perspektive der besiegten Perser auf die Bühne. Heute, 2500 Jahre nach dem historischen Ereignis, gilt das Stück als Versuch, den unerwartet besiegten Feinden eine Stimme auf der griechischen Bühne zu verleihen. Dieser Perspektivwechsel bietet den Anknüpfungspunkt für eine performative Adaption: Das von Aischylos entworfene monumentale Panorama des antiken Kriegsgeschehens wird von einer Solistin berichtet und nachgestellt. Aus der Unmöglichkeit, der Perspektive der Feinde gerecht zu werden, und der Unmöglichkeit, als einzelne eine Schlacht darzustellen, ergibt sich eine spekulative, tastende Annäherung an den historischen Stoff und die Frage, wie Empathie über den Graben der Feindschaft hinweg möglich ist.

Regie und Performance: Philipp Scholtysik | Performance: Bettina Földesi | Dramaturgie: Jacob Bussmann | Kamera und Masken: Laila Gerhardt

Die Produktion entstand in Kooperation mit studioNAXOS. Das Projekt wird gefördert durch das Kulturamt Frankfurt am Main und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Pressestimmen

Höchst sinnfällig verschlankt. Es hat eine erstaunliche Eindringlichkeit. (Frankfurter Rundschau)

In der Tat zeigen sich diese „Perser“ zunächst einmal vor allem ziemlich nackt, spröde und im Grunde ganz und gar abstrakt. Plausibel aber sind sie allemal. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Was es nicht war, war abgefilmtes Theater auf einer Bühne, das hat man ja auch verschiedentlich jetzt gehabt. (…) Diesen rauen, archaischen Klang so zu verfremden oder einzublenden macht schon Sinn. (…) Eine sehr eigene Inszenierung, man schwankt so ein bisschen beim Zusehen zwischen der Sehnsucht nach einem normalen Theater und der Anerkennung, dass da aus der Not etwas Kreatives entstand. (HR2)

Webseite Philipp Scholtysik

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STREAM: How to excuse

Für die Frankfurt-Ausgabe HOW TO EXCUSE bringen die Kinder ganz neue Entschuldigungen mit auf die digitale Bühne. Entschuldigungen sich dafür, dass sie zu Hause bleiben müssen und nicht live in Frankfurt auf der Bühne stehen können.

Warum fällt Angela Merkel nicht wie Willy Brandt in Windhoek auf die Knie? Warum bittet Erdoğan nicht unter Tränen Armenien um Verzeihung? Und warum finden wir bei Google so wenig, wenn man eingibt: „Dieter Wedel entschuldigt sich“? In einem Entschuldigungs-Training auf Basis von Anfragen an die Bundesregierung, Interviews mit Betroffenen, Täterinnen, Angehörigen, Aktivistinnen und Wissenschaftler*innen zeigen Kinder zwischen 9 und 14 Jahren dem Publikum, wie man sich für kleinere und größere Verbrechen, persönliche Missgeschicke und globale Tragödien der letzten 99000 Jahre entschuldigen kann: Welche Entschuldigungen wären bitter nötig, welche unangebracht, und wann dürfen Wunden nie verschlossen werden? Und vor allem: wie weit in der Geschichte müsste man sich eigentlich zurück entschuldigen? Ein Stück über die (Un-)Möglichkeiten einer Geste und der Versuch, nichts unversucht zu lassen.

HOW TO EXCUSE ist eine recherchebasierte Stückentwicklung, die sich mit der kulturellen Praxis, den Konventionen und einer bisher nicht erzählten Historie des Entschuldigens beschäftigt: mit einer Geschichte der Versäumnisse, der falschen Gesten und echten Gefühle. Mit dieser Arbeit stellen sich Bastian Sistig und sein Team einer der kompliziertesten sozialen Herausforderungen und heben gleichzeitig deren gesellschaftspolitischen Schatz.

Von und mit: Melina Anastasopoulou / Ainoa Badji / Oliva Braun / Manuel Garelli / Yuuki Gürtler /
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Konzept/Text/Regie: Bastian Sistig
Text/Dramaturgie: Hanna Steinmair
Bühne: Marie Gimpel
Kostüm: Josephine Hans
Sound: burgund t brandt
Licht: Florian Fink
Produktionsleitung: Chiara Galesi
Regieassistenz: Kim-Manuel Walz
Kamera und Schnitt: Brian Karp
Technische Betreuung: Hendrik Haupt
Sprechcoaching: Sarah Hoffmann
Outside-Eye: Max Brands

Eine Koproduktion von &sistig GbR, Theaterdiscounter Berlin und studioNAXOS. Ermöglicht durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa, das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst und die NASPA Stiftung.

Ausführlicher Vorbericht in der Frankfurter Neue Presse am 30.11.2020: „Die richtigen Worte für Entschuldigungen“.

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Erfolg I: Johanna – Geboren, um Liebe zu geben?

Premiere 30. Oktober 2020

In ERFOLG I beleuchtet das Produktionsteam ELEGANZ AUS REFLEX den fließenden Übergang von privaten und gesellschaftlichen Konflikten. Damals wie heute ist das Leben der Menschen geprägt durch die Geschehnisse auf der großen politischen Bühne. Jede*r Einzelne kann sich in diesem gesellschaftlichen Gefüge positionieren, kämpfen oder sich beugen, für Solidarität und Menschlichkeit einstehen oder mit einer menschenverachtenden Ideologie zum eigenen Vorteil gemeinsame Sache machen.

Johanna Krain ist eine beispielhafte Figur dafür, dass unermüdlicher Aktivismus, politische Kunst und ein Beharren auf Gerechtigkeit, eine solche Positionierung zur Gesellschaft und zum vorherrschenden politischen wie kulturellen (Werte-)System erforderlich und realisierbar ist. Sie kämpft gegen das Weltbild eines in den 1920er Jahren aufkeimenden Nationalsozialismus, stellt sich zugleich aber auch gegen die Repräsentanten eines Patriarchats, deren Beschlüsse tief in ihr Privatleben eingreifen. Johanna Krains Kampf ist auch ein feministischer – wie viel wirkungsvoller wären Johanna Krains’ Aktionen, wäre sie ein Mann?

Durch die Auseinandersetzung mit ihrer Figur wollen wir uns vor allem auch mit dem Verhältnis von politischen Systemen zur Geschlechterdebatte beschäftigen.

„Johanna – Geboren um Liebe zu geben?“ ist die erste Folge einer dreiteiligen Stückentwicklung ERFOLG I-III, in der sich die Produktionsgruppe ELEGANZ AUS REFLEX mit den 1920er Jahren und dem damals erstarkenden Nationalsozialismus in Deutschland beschäftigt und Parallelen aus der Vergangenheit in die Gegenwart zu den Themen Feminismus, Demokratie und Diversität ziehen will. Grundlage hierfür ist Lion Feuchtwangers gleichnamiger Roman, in dem er die damalige Gesellschaft anhand realer Vorbilder porträtiert.

Mitwirkende:
Regie: Carolin Millner | Bühne und Kostüm: Maylin Habig & Nils Wildegans | Dramaturgie: Theresa Selter | Produktionsleitung: Bettina Földesi | Regieassistenz: Ivana Mitric | Spieler*innen: Sarah Gailer | Florian Mania | Andrea Spicher

Eine Produktion von ELEGANZ AUS REFLEX (GbR) in Kooperation mit studioNAXOS und Theater WillyPraml. Gefördert von Kulturamt Frankfurt am Main, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, maecenia Frankfurter Stiftung, HMWK Projektstipendium „Hessen kulturell neu eröffnen“. ELEGANZ AUS REFLEX wird vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main mehrjährig institutionell gefördert.

Ein kleiner, ziemlich großartiger Theaterabend.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Erfrischend ergebnisoffen“ (Frankfurter Rundschau)

Gespräche über Feuchtwangers Roman und die Inszenierung ERFOLG I: Johanna – Geboren um Liebe zu geben? von ELEGANZ AUS REFLEX.

Erfolg II: Johanna – Geboren, um Liebe zu geben?

Infos: Carolin Millner

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Hard Feelings (Ein Bericht für eine Akademie)

Auf “Tier” reimt sich vieles, auf “Mensch” reimt sich nichts. Kafkas kanonische Erzählung “Ein Bericht für eine Akademie”, die als letzter Nagel im Sarg des Menschen als Krone der Schöpfung gilt, wird in der Theaterperformance “Hard Feelings” mit einem hyperrealistischen Tier auf die Bühne gebracht. Erzählend erweist sich Kafkas Affe als Mensch, der geschickt seine eigene Fiktion manipuliert. Aber ein Affe, der erfolgreich Mensch geworden ist, wird nicht einfach frei, sondern landet in einem Netz von Fiktionen, das ihn bestimmt und begrenzt. Als Menschen bewohnen wir Nationalstaaten, leben in dysfunktionalen Familien, laborieren an unseren Biografien – fragwürdige Fiktionen, die man trotzdem nicht einfach abstreifen kann. Vermittelt von moderner 3D-Tracking-Technik erwecken ein Pianist und ein Gorilla Kafkas Fiktion zum Leben.

Mit: Judith Altmeyer, Jacob Bussmann, Laila Gerhardt, Tobias Rauch und Philipp Scholtysik
Bühne/Regie: Jakob Engel und Jan Philipp Stange
Dramaturgie: Philipp Scholtysik
Kostüm: Maylin Habig
Künstlerische Produktionsleitung: Carmen Salinas
Licht: Simon Möllendorf
Musik: Jacob Bussmann
Bühnenassistenz: Laila Gerhardt, Tobias Rauch
Motion Capture: Stefan Klosterkötter

Eine Produktion von Stange Produktionen in Zusammenarbeit mit studioNAXOS und dem Ringlokschuppen Ruhr. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, vom Kulturamt der Stadt Frankfurt, vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und durch „experimente#digital – eine Kulturinitiative der Aventis Foundation”. Gesponsert von Xsens® und Reallusion®.

Dank Tracking-Anzug wird aus Judith Altmeyer ein fast echter Gorilla. Eine Reflexion über das Menschsein, um das Theater, über Geschichte und Kulturgeschichte“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Eine Form der Aufkündigung letzter Grade der Figuren-Illusion, wie man sie kaum je gesehen haben wird: höchst eindrucksvoll.“ (Frankfurter Rundschau)

Infos: Stange Produktionen

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Widerhall

Eine Veranstaltung der „Themenwoche gegen das Vergessen. Die Naxoshalle im Nationalsozialismus“.

„Die Welt würde aufatmen, wenn endlich einmal ein menschliches Wort fiele.“ (Fritz Bauer)

Im Dezember 1963 beginnt in Frankfurt der größte innerdeutsche Strafprozess zu den Verbrechen in Auschwitz. Staatsanwälte, Richter, Verteidiger, Dolmetscherinnen, Pressevertreterinnen und Frankfurter Bürgerinnen begleiten die Konfrontation zwischen Angeklagten und Zeuginnen. In der Theaterperformance WIDERHALL lässt das Kollektiv Bornstein / Casagrande / Haagen / Schwesinger die originalen Tonbandmitschnitte der Prozesse auf heutige Fragen, Sichtweisen und Stimmen ehemaliger Prozessbeteiligter und deren Nachkommen treffen.

Regie: Marie Schwesinger
Bühnen- und Kostümbild: Loriana Casagrande
Komposition und Soundcollagen: Camilo Bornstein
Performance: Marlene-Sophie Haagen
Produktionsleitung: Mariya Barashka

Foto: Christian Schuller

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste, dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, der Holger Koppe-Stiftung, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Fritz Bauer Institut, mit freundlicher Unterstützung der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main K.d.ö.R.

Herausragend im kulturellen Beiprogramm der Themenwoche war „Widerhall“ von Camilo Bornstein, Loriana Casagrande, Marie Schwesinger und der fantastischen Schauspielerin Marlene-Sophie Haagen in einer Collage mit Originaltönen aus dem Frankfurter Auschwitz-Prozess von 1963–1965.“ (die tageszeitung)

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Aus dem Innenleben eines Staubsaugerbeutels

Gastspiel

Staub ist überall. In den Ritzen der Computertastatur, auf den Blättern deiner Yucca-Palme, im Gewebe deines schicksten Fummels. Egal wie und wie oft wir Staub entfernen, er kommt immer wieder zurück. Als Begleiter alles Lebendigen erinnert er uns an die Zukunft: den Tod. Oder besser: das Weiterleben in anderer Form. Eine Vision, in welcher der Rest meines Körpers sich mit dem Rest einer Tischkante und eines Sockens vereint. Unterm Mikroskop in ihrer Vielfalt zu erkennen, schweben Stäubchen durch die Luft wie Sterne durch das All, bis sie schließlich auf Oberflächen niedersinken, fast schwerelose Gewirke, Wollmäuse, Mutzen. Später finden wir im Innern des Staubsaugerbeutels: das schmutzige, graue und kleinteilige Archiv unseres Alltagslebens. Aus wem und was besteht es? Werden große Gefühle am Ende auch zu Staub? Wie lässt sich der Verfall zurückverfolgen? Wer ist dafür zuständig? Ja genau, wer putzt eigentlich dieses Theater und was hat das Ganze mit der Operette zu tun? In elektromagnetischen Operettenkostümen präsentiert äöü im großen Staubsaugerbeutel des Fabrikats „Black Box“ ein Stück Theaterentwicklung über die ganz großen Fragen nach Form und Inhalt, Leben und Tod, Lohnarbeit und Geschlecht, Magie und Ingenieurswesen, Theatertheater und Performancetheater.

Konzept & Performance: äöü (Patricia Bechtold / Johannes Karl)

Bühne & Kostüm & Performance: Eunsung Yang

Spezialeffekte & Performance: Carlos Franke

Dramaturgie: Franziska Schneeberger

Mentorat: Frauke Meyer

Foto: Franziska Schneeberger

Infos: äöü

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Rot oder Tot 5

Wendestress – too much past inside my present

Der Stoff der letzten Tage der DDR ist aus Euphorie, Mut und Hoffnung, aus Enttäuschung, Ahnungslosigkeit und Verzweiflung gewebt. Die verkrusteten Strukturen des alten SED-Staates sind aufgebrochen und plötzlich scheinen ungeahnte Veränderungen möglich. Doch wie umgehen mit der neugewonnenen Freiheit? Und um was für eine Art von Freiheit handelt es sich dabei?

Im letzten Teil von ROT ODER TOT nehmen uns die Protagonistinnen mit in die wilden 90er Jahre, in denen plötzlich alles möglich scheint: Reform und Rechtsruck, Annäherung und Fremdheit, Selbstverwirklichung und Selbstverleugnung, Aufstiegschance und Arbeitslosigkeit.

Regie: Carolin Millner | Bühne: Marcus Morgenstern & Nils Wildegans | Dramaturgie: Theresa Selter | konzeptionelle Beratung: Fee Römer | Kostüm: Maylin Habig | Regieassistenz: Ivana Mitric | Dramaturgieassistenz: Maria Tsitroudi | Kostümassistenz: Jule Räsch | Spielerinnen: Sarah Gailer | Johanna Miller

Die Produktion entstand in Kooperation mit studioNAXOS. Ermöglicht wurde das Projekt durch das Kulturamt Frankfurt am Main, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, den Kulturfonds Frankfurt RheinMain, die TuWas-Stiftung für Gemeinsinn und Stiftung Frauen in Europa sowie flausen – young artists in residence.

Alle Teile von ROT ODER TOT funktionieren als eigenständiger Theaterabend ohne Vorkenntnisse der bisherigen Folgen.

Carolin Millner: www.caromillner.com

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Good Night

Und ist es nicht der schönste Moment, wenn ein Theaterstück zu Ende ist und man wieder nach Hause gehen kann? Auf unklarem Wege, in die dunkelste Nacht, wenn die Sterne hell leuchten und der schmerzende Kopf, dieser erschütternde Fehlschlag göttlichen Rangs, langsam ablässt vom Tag – in diese Nacht verabschieden wir uns. Von allem und jedem, von Sinn und Verstand, von Lüge und Wahrheit, Tag und Nacht.

Good Night – ein Abend über den Abschied.Mit Judith Altmeyer, Daniel Degeest, Lukas Deuschel | Regie: Jan Philipp Stange | Bühne: Jakob Engel | Licht: Simon Möllendorf | Dramaturgie: Björn Fischer | Musik: Jacob Bussmann, Jakob Engel | Produktion: Carmen Salinas | Regieassistenz: Nellie Mußmann | Ausstattungsassistenz: Kim-Lotte Stöber | Bühnenassistenz: Lukas Deuschel

© Stange Produktionen in Zusammenarbeit mit studioNAXOS. Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Frankfurt.

Jan Philipp Stange: www.janphilippstange.com

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Am Wulst der Zeit

Uraufführung

Am Wulst der Zeit ist das Symptom auf der Suche nach einer Diagnose. Die Symptomatik: fragende Ahnungslosigkeit. Im Ausschlussverfahren nähern sich die Figuren dem heißen Brei, der sich jeder Konkretisierung entzieht. Präsentiert wird lediglich der Rest, der bleibt, wenn etwas auf den Begriff gebracht werden will, das nicht gänzlich in Begriffen aufzugehen scheint: Zurück bleiben Fragen, die im Nichts verlaufen. Das Suchen der Antworten stößt unweigerlich auf nur eine: man kann es nicht wissen, wenn man denn überhaupt je etwas verstehen kann.

In einem schier nicht greifbaren, breiigen Komplex bemühen sich vier Ahnungslose um Orientierung, versuchen miteinander in den Dialog zu kommen, sich etwas aufzubauen, sich dem Großen Ganzen zu nähern.

Spielerisch, resigniert, zurückgelassen, selten mal hoffnungsvoll. Und dann auch, ganz privat, tauchen die vermeintlich kleinen Fragen für das eigene Leben auf, die plötzlich, im Angesicht der anhaltenden Stagnation, die scheinbar wirklich wichtigen werden. Am Ende stehen alle am Anfang.

Regie: Jette Büshel
Bühne: Lisa Rinaldi
Dramaturgie: Elena Backhausen
Spiel: Lisa Heinrici, Andreas Jahnke, Liese Lyon
Sound: Chris Schwab
Stimme: Katharina Bach
Foto: Linnan Zhang

Autor: Till Wiebel

Till Wiebel ist einer der drei Gewinner einer deutschlandweiten Autoren-Ausschreibung, deren Texte sich mit Aspekten des Cum-Ex-Skandals befassen und an der sich im Frühjahr 2019 mehr als 90 Autorinnen und Autoren beteiligten. Die drei Gewinner-Texte wurden szenisch umgesetzt und hatten im Rahmen des What a mess / It’s Cum Ex-Fesivals am 18. Oktober 2019 in der Frankfurter Naxoshalle Premiere.

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Philoktet

Chorstück für eine Solistin frei nach Sophokles

Am Rande des Trojanischen Kriegs ist der verwundete Philoktet aus der Gemeinschaft der Griechen ausgeschlossen worden. Das Heer hatte den Gestank seiner Wunde und seine Schmerzensschreie nicht länger ertragen und hat ihn auf einer unbewohnten Insel zurückgelassen. Jetzt ist Philoktet wegen seiner Waffen für den Krieg unentbehrlich und soll zurückgeholt werden. Die Gemeinschaft setzt also darauf, dass sie die Verletzung zurücknehmen kann, die sie Philoktet einst angetan hat, und sich dieser dem kollektiven Willen beugt, obwohl er erneut zum Objekt eines instrumentellen Kalküls gemacht wird.

In einer performativen Adaption werden die Geschehnisse von einer Erzählerin berichtet, die ihre Stimme allen Figuren der Geschichte leiht. Der Anspruch, für andere sprechen zu können – immer auch vereinnahmende Anmaßung – wendet sich in eine Vereinnahmung der Erzählerin durch die Figuren, die sie erzählend entwirft. So unternimmt die Adaption des antiken Klassikers den Versuch, wie eine einzelne mehr sein kann als eine, anders sein kann als sie selbst und wie ein Subjekt zum überpersönlichen Chor wird.

Regie: Philipp Scholtysik / Performance: Bettina Földesi / Dramaturgie/Ton: Jacob Bussmann

Die Produktion entstand in Kooperation mit studioNAXOS. Ermöglicht wurde das Projekt durch das Kulturamt Frankfurt am Main. Geprobt im Z. Zentrum für Proben und Forschung Frankfurt.

Philipp Scholtysik: philippscholtysik.de

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Rot oder Tot 4

Wenn es die Idee nicht schon gäbe, hätte ich sie gehabt.

Die Deutsche Demokratische Republik bereitet sich auf ihren 40. Geburtstag vor und so manch eine*r sehnt sich nach ein wenig Wind of Change. Während die Jugend den Underground für sich entdeckt und tägliche Ausreisewellen über die ungarischen und tschechischen Grenzen das Land verlassen, tritt ein beherzter Kommunist aus dem Westen den Weg in die Gegenrichtung an – nach L.
Die Protagonist*innen von ROT ODER TOT treten zusammen mit ihrem Publikum die Zeitreise in die 80er Jahre der DDR an und treffen auf zerrissene Herzen und ein Land in Aufbruchstimmung.
Bleiben oder gehen? Ist die DDR noch zu retten? Soll sie überhaupt gerettet werden? Und welche Alternativen gibt es zum realexistierenden Sozialismus?
Das sind die Fragen der Stunde.

Alle Teile von ROT ODER TOT funktionieren auch als eigenständiger Theaterabend ohne Vorkenntnisse der bisherigen Episoden.

Mitwirkende
Regie: Carolin Millner | Bühne: Morgenstern & Wildegans | Dramaturgie | Theresa Selter | konzeptionelle Beratung: Fee Römer | Kostüm: Maylin Habig | Film: Teresa Hoerl | Regieassistenz:  Ivana Mitric | Presse: Nina Koch

Spieler*innen: Magdalena Wabitsch | Florian Mania | Johanna Miller

Die Produktion entstand in Kooperation mit studioNAXOS. Ermöglicht wurde das Projekt durch das Kulturamt Frankfurt am Main, dem Ministerium für Kunst und Wissenschaft des Landes Hessen, der Bundeszentrale für politische Bildung und flausen-young artists in residence.

Carolin Millner: www.caromillner.com

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Great Depressions

Wiederaufnahme

In grauer Vorzeit bediente man sich zur Befriedung von Fehden der Praxis, Verwundungen nicht Aug um Aug zu rächen, sondern mit Sachleistungen abzugelten. Dafür war es von größter Bedeutung, genaue Abstufungen zu unterscheiden, ob zum Beispiel der verletzte Augendeckel noch eine Träne halten könne, ob der lahme Fuß das Tau vom Gras streife oder der Schlag auf den Kopf die Sicht auf das Gehirn bloßlege. Die gemeinschaftliche Begutachtung von Wunden eröffnet einen symbolischen Raum von Verhandlung und Gesellschaft. Unsere Verletzlichkeit erscheint so als der Urgrund des Geldes und der Ökonomie, welche inzwischen, so hat es den Anschein, ihrerseits dafür verantwortlich sind, uns mit Beschädigungen und Gefühlen tiefen Unwerts zu überziehen. Kann man sich in dieser Welt verwundbar halten, ohne an ihr zu Grunde zu gehen? GREAT DEPRESSIONS ist eine Show über die Frage, ob und wenn ja, wie wir zusammen leben wollen.

Mit Jacob Bussmann, Malte Scholz, Elias Bollinger, Siria Ertel, Raúl Flores und Sebastian Weygold | Regie: Jan Philipp Stange | Bühne: Jakob Engel | Dramaturgie: Kris Merken | Kostüm: Maylin Habig | Licht: Simon Möllendorf | Künstlerische Produktionsleitung: Carmen Salinas | Ausstattungsassistenz: Tobias Rauch| CREDIT FOTO: Jakob Engel

Jan Philipp Stange: www.janphilippstange.com

Johann Faustus- eine Kneipenoper

Wiederaufnahme

„Weder setzt das „Wir, das Volk“ eine Einheit voraus noch schafft es eine Einheit, sondern es gründet oder instituiert eine Reihe von Debatten darüber, wer das Volk ist und was es will.“ Judith Butler

Hanns Eislers Bearbeitung des durch Goethe zum nationalen Mythos gewordenen Faust-Stoffs sollte „eine Oper werden, die mit dem Volk auf Du und Du steht, die die volkstümlichen Elemente des Volksschauspiels neu zu (sehen) formen versucht, die Figur des Hanswurst, das Volk, wieder einführt […].“. Sein Entwurf wurde von Seiten der DDR mit der Begründung abgelehnt, sein Faust sei zu pessimistisch und nihilistisch, um Identifikationsfigur für eine sozialistische Zukunft zu sein.

Das Projekt einer Volksoper steht seitdem aus. Heute, in Zeiten, in denen die AFD den politischen Diskurs um das Volk bestimmt, stellt sich die Frage, ob sich mit der Vorstellung einer Volksoper eine emanzipatorische Kraft verbinden lässt, die den rechtsnationalen Kräften die Deutungshoheit über das, was ein Volk ist, wieder entreißen könnte.

Wie könnte eine Volkskunst für das 21. Jahrhundert aussehen?

Eine Theater-Musik-Performance mit zeitgenössischer Vertonung nach dem Opern-Libretto Johann Faustus von Hanns Eisler

Von und mit: Magdalena Wabitsch, Nicolas Matthews, Amelie Neumann,Verena Kutschera, Angelika Schäfer, Elena Haroune, Richard Millig, Jacob Bussmann und dem Zauberkünstler Madou Mann

Regie: Daniel Schauf
Dramaturgie: Björn Fischer
Musikalische Leitung: Jacob Bussmann

Licht und Raum: Simon Möllendorf
Produktionsleitung: Reinhild Bernet

Eine Drittmittel-Produktion.

Gefördert im Rahmen der Goethe Festwoche 2018 vom Kulturamt der Stadt Frankfurt und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

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Unser Erbe

Zur Zeit und in den kommenden Jahren wird in Deutschland so viel Vermögen vermacht wie nie zuvor. Neben Häusern und Geld erben Menschen Gedanken, Sätze, historische Traumata, politische Kämpfe, körperliche Dispositionen und ein globales Klima. Das Erbe bildet ein Band und einen Regulator zwischen den Generationen, zwischen Toten und Lebendigen und zwischen Zeitschichten her. Der Einzelne verfängt sich in einem nie ganz durchschaubaren Beziehungsgeflecht.
Was erben unsere Kinder und wie gehen unsere Eltern mit ihrem Erbe um? WILLEMS & KIDERLEN konfrontieren das junge Ensemble aus DIE NATUR DER KINDER mit der bald 75jährigen Schauspielerin Cornelia Niemann. Gemeinsam nehmen sie sich der Experten-Meinungen an, erproben ihr eigenes Erbe und untersuchen den Raum zwischen den Generationen.
UNSER ERBE °1 – ICH NEHME ES AN ist der erste Teil einer Trilogie.

Konzeption & Regie: Willems & Kiderlen
Bühne: Milena Wichert
Produktionsassistenz: Desislava Tsoenava

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main & das hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.
Konzeption & Regie: Willems & Kiderlen
Bühne: Milena Wichert
Produktionsassistenz: Desislava Tsoenava

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main & das hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

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Great Depressions

In grauer Vorzeit bediente man sich zur Befriedung von Fehden der Praxis, Verwundungen nicht Aug um Aug zu rächen, sondern mit Sachleistungen abzugelten. Dafür war es von größter Bedeutung, genaue Abstufungen zu unterscheiden, ob zum Beispiel der verletzte Augendeckel noch eine Träne halten könne, ob der lahme Fuß das Tau vom Gras streife oder der Schlag auf den Kopf die Sicht auf das Gehirn bloßlege. Die gemeinschaftliche Begutachtung von Wunden eröffnet einen symbolischen Raum von Verhandlung und Gesellschaft. Unsere Verletzlichkeit erscheint so als der Urgrund des Geldes und der Ökonomie, welche inzwischen, so hat es den Anschein, ihrerseits dafür verantwortlich sind, uns mit Beschädigungen und Gefühlen tiefen Unwerts zu überziehen. Kann man sich in dieser Welt verwundbar halten, ohne an ihr zu Grunde zu gehen? GREAT DEPRESSIONS ist eine Show über die Frage, ob und wenn ja, wie wir zusammen leben wollen.

Mit Jacob Bussmann, Malte Scholz, Elias Bollinger, Raúl Flores und Sebastian Weygold | Regie: Jan Philipp Stange | Bühne: Jakob Engel | Dramaturgie: Kris Merken | Kostüm: Maylin Habig | Licht: Simon Möllendorf | Künstlerische Produktionsleitung: Carmen Salinas | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Anja Schneidereit | Regieassistenz: Jannika Nordhauss | Ausstattungsassistenz: Tobias Rauch

Gefördert mit Mitteln des Kulturamts Frankfurt, des Kulturfonds Rhein-Main und der Naspa Stiftung.

http://www.janphilippstange.com/

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Der Ursprung der Welt

Wo liegt der Ursprung der Welt und wie spricht man* darüber?

Anne Kapsner und ihr achtköpfiges Team erarbeiten Strategien feministischer Darstellungsformen. In einer Adaption des gleichnamigen Comics von Liv Strömquist erforschen sie die Kulturgeschichte der Vulva an dem Themenkomplex von Souveränität und Scham auf der Bühne.

Eine ÜBUNG in lustvoller Selbstermächtigung für Publikum und Performer*innen.
Eine EINLADUNG an kritische Knechte, sämtliche Wunderheiler*innen, Menschen mit kleinen und großen Genitalproblemen, an alle Schwer-Erregbaren, SOLCHE DIE NICHT DARÜBER REDEN MÖCHTEN, zart behaarte überHänge, solche mit klitzekleinen Kitzlern und ornamental geformten Gliedern, körperlos Interessierte und natürlich an die, die EINFACH MAL SCHAUEN wollen! (AKA: an alle)

Eine Adaption des Comics „Der Ursprung der Welt“ © Liv Strömquist & avant-verlag, 2017

Regie und Bühnenfassung: Anne Kapsner // Spiel: Léa Zehaf, Joana Tischkau, Jan Gehmlich // Produktionsleitung: Lisa Gehring // Dramaturgie: Hanna Steinmair // Bühne: Ricarda Bechstein // Kostüm: Ina Trenk // Sound: Johanna Odersky // Mentorin: Carolin Millner

Eine Kooperation zwischen studioNAXOS und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (Studiengang Regie, Ausbildungsdirektor Prof. Hans-Ulrich Becker) im Rahmen der Hessischen Theaterakademie.

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Frauen in Europa

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Abhängigkeitserklärung

Irgendwo in der Menge findet sich eine fragile Gemeinschaft aus Profis und Halbwissenden. Singend und zuhörend suchen sie nach Formen des Zusammenseins. Im Zentrum der szenisch-kompositorischen Versuchsanordnung ABHÄNGIGKEITSERKLÄRUNG steht der Chor als Möglichkeit, gesellschaftliche Strukturen musikalisch zu verhandeln und einen Gegenentwurf zu identitären Formen von Gemeinschaft zu setzen.

Wie kann ein Chor klingen, in dem ein eigener Rhythmus und Fremdheit ebenso viel Platz haben wie Bedürfnisse nach Gemeinschaft und Harmonie?

Regie: Benjamin van Bebber, Musik: Lukas Huber, Leo Hofmann und der Chor, Bühne und Kostüme: Zahava Rodrigo, Chorleitung: Sarah Hänggi, Dramaturgie: Leonie Böhm,, Regieassistenz: Philipp Enders, Ausstattungsassistenz: Nicole Nowak, Choreografische Mitarbeit: Jan Burkhardt

Gefördert durch: Musikstadtfonds der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, Musikfonds e.V., Fachausschuss Musik Basel-Stadt/ Basel-Land, pro helvetia, Hamburgische Kulturstiftung, Ilse und Dr. Horst Rusch-Stiftung

Das Gastspiel wurde unterstütz durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Gastspielförderung Theater, egfördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, sowie den Kulturministerien der Länder und mit freundlicher Unterstützung der PRO HELVETIA STIFTUNG.

GESTEN DER ZÄRTLICHKEIT

Gesten der Zärtlichkeit

„Keine Zugehörigkeit zu wollen, bedeutet nicht, nicht zusammen sein zu wollen. Die Utopie und die Dystopie sind romantisch. Wir verlangen die Verbundenheit mit dem Realen.“ (Marie Rotkopf)

Die Performance konfrontiert uns mit der Frage, inwiefern wir unter Zärtlichkeit mehr verstehen können, als eine bloß harmlose Form der Zuwendung, die sich in konkreten, eindeutigen, als angenehm empfundenen Gesten erschöpft. Stattdessen wird die zärtliche Geste zu einer gebrochenen, melancholischen Erinnerung und Ahnung an eine andere Weise des Daseins, die uns immer begleitet hat. Was vermögen diese auszulösen unter denen, die sie zulassen?

Idee / Konzept: Simon Möllendorf, Caroline Rohmer
Live-Komposition: Tobias Hagedorn
Bühne: Nils Wildegans
Bühnenbildassistenz: Franziska Kronmüller
Performance: Evie Poaros, Gal Fefferman, Raimonda Gudaviciute, Annekatrin Kiesel, Magdalena Wabitsch
Dokumentation/Fotografie: Lin Nan Zhang

In Kooperation mit studioNAXOS und Theater Willy Praml.

Gefördert durch Kulturamt der Stadt Frankfurt, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Gesamtverband der Katholischen Kirchgemeinden in Frankfurt am Main, Evangelischer Regionalverband Frankfurt am Main, Haus am Dom Frankfurt.