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Eine Produktion des Kollektiv Widerhall

Der Rache nicht ist ein ortsspezifischer, dokumen­tarischer Audio-Walk im Stadtraum Frankfurt. Den Ausgangspunkt bilden die Biografien einiger vom NS-Regime verfolgter Frankfurter Künstler*innen, welche ab 1933 aus dem kulturellen Stadtleben gedrängt wurden.

Unten kann man sich die Audio-Datei und eine Wegbeschreibung herunterladen und jederzeit selbst den Spaziergang unternehmen.

Die Fotografinnen Nini und Carry Hess betrieben am Börsenplatz eines der berühmtesten Fotoateliers der Weimarer Republik. Hans Erl und Magda Spiegel gehörten zu den Starsänger*innen der Frankfurter Oper, der Schauspieler Joachim Gottschalk glänzte am Schauspiel im Rollenfach des Jugendlichen Helds. Von ihnen verliert sich die Spur in der fortschreitenden NS-Diktatur und wir begeben uns heute auf die Suche: Wie vollzog sich der Machtwechsel 1933 an den Frankfurter Theatern? Wie wirkte sich dies auf das künstlerische Leben Frankfurts und auf die Schicksale der Künstler*innen aus? Welche Namen sind heute vergessen, die doch die 20er Jahre entschieden mitprägten? Der Audio-Walk des Kollektiv Widerhall gibt dem Publikum die Möglichkeit, die Geschichten der Künstler*innen in der Stadt zu verorten, welche wir täglich durchlaufen. Er verknüpft historisches Material mit fiktiven Textpassagen und sucht nach Interaktionen mit der heutigen Stadt.

Das Kollektiv Widerhall setzt sich in ihren künstlerischen Arbeiten besonders mit dokumentarischen, politischen und zeithistorischen Stoffen auseinander, ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei auf der Stadt Frankfurt. Bei Der Rache nicht kooperiert es mit dem Dramaturgen Jan Deck, der Sound-Designerin Louisa Beck und dem Produktionsleiter Dennis Hoss.

von und mit:
Louisa Beck, Loriana Casagrande, Jan Deck, Marlene-Sophie Haagen, Dennis Hoss, Dörthe Krohn, Marie Schwesinger

Sprecher*innen:
Marlene-Sophie Haagen, Christina Geisse, Lena Schmidtke, Leon Stiehl, Melanie Straub, Wolfgang Vogler

Hier findest du die Wegbeschreibung

Und hier die Audiodatei

Für den Download des Walks gilt unser solidarisches Preissystem, Zahlung via Paypal

oder Bankverbindung:

studioNAXOS/ Naxos-Bund e.V.
Verwendungszweck „Der Rache nicht“
IBAN DE88 4306 0967 6033 5523 00
BIC GENODEM1GLS

Aus urheberrechtlichen Gründen ist die Weiter­gabe der Audio­datei an Dritte sowie die Veröffentlichung nicht gestattet.­
Alle Rechte des Audio-Walks „Der Rache nicht“ liegen bei den Künstler*innen.


Quellenangaben und Zitate

• Zeitungsartikel Carry Hess über Anna Pawlowa: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.01.1952, S. 17, zitiert aus: Hessisches Hauptstaatsarchiv, Abt. 518, Nr.15256

• Zeitungskritiken Magda Spiegel: Frankfurter Zeitung, 5. Dezember 1922, zitiert aus: Becker, C.: Magda Spiegel. Biographie einer Frankfurter Opernsängerin 1887–1944, Frankfurt am Main 2003, S. 78

Berliner-Börsen-Courier, 25. März 1926, zitiert aus: Becker, C.: Magda Spiegel. Biographie einer Frankfurter Opernsängerin 1887–1944, Frankfurt am Main 2003, S. 79

Augsburger Abendzeitung, 10. August 1928, zitiert aus: Becker, C.: Magda Spiegel. Biographie einer Frankfurter Opernsängerin 1887–1944, Frankfurt am Main 2003, S. 100

Darmstädter Zeitung, 15. Oktober 1930, zitiert aus: Becker, C.: Magda Spiegel. Biographie einer Frankfurter Opernsängerin 1887–1944, Frankfurt am Main 2003, S. 101

Becker, C.: Magda Spiegel. Biographie einer Frankfurter Opernsängerin 1887–1944, Frankfurt am Main 2003, S. 77, S. 116f

Frankfurter Nachrichten, 15. September 1929, zitiert aus: Becker, C.: Magda Spiegel. Biographie einer Frankfurter Opernsängerin 1887–1944, Frankfurt am Main 2003, S. 87

• Brief Magda Spiegel an Josef Turnau, 27. Juni 1930: Institut für Stadtgeschichte, Personal­akte 40.896, zitiert aus: Becker, C.: Magda Spiegel. Biographie einer Frankfurter Opernsängerin 1887–1944, Frankfurt am Main 2003, S. 120–121

• Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums zitiert aus: http://www.verfassungen.de/de33-45/beamte33.htm

• Brief Hans Meißner an Oberbürgermeister Friedrich Krebs, 23. Juni 1933, Institut für Stadtgeschichte, Magistratsakte 61140 Bd.1, zitiert aus: Schültke, B.: Theater oder Propaganda? Die Städtischen Bühnen Frankfurt am Main 1933–1945, Frankfurt am Main 1997, S. 78

• Brief Magda Spiegel an Hans Meißner, 17. Oktober 1933, Institut für Stadtgeschichte, Personalakte 40.896

• Kündigung Magda Spiegels durch Hans Meißner, Institut für Stadtgeschichte, Personalakte 40895, Durchschlag vom 17. Dezember 1934, zitiert aus: Becker, C.: Magda Spiegel. Biographie einer Frankfurter Opernsängerin 1887–1944, Frankfurt am Main 2003, S. 175

• Brief Gaupropagandaleiter Willi Stöhr an Hans Meißner, Institut für Stadtgeschichte, Signatur S1-384 / 102, Bestand: Mohr, Albert Richard: Nachlass

• Brief Friedrich Maurer an F. Wolff, Institut für Stadtgeschichte, Signatur S1-384 / 102, Bestand: Mohr, Albert Richard: Nachlass

• Sämtliche Dokumente zur Wiedergutmachungssache von Carry-Cornelia Hess, Entschädigungsbehörde Wiesbaden, Hessisches Hauptstaatsarchiv, Abt. 518, Nr.15256

 

Die Produktion entstand in Kooperation mit studioNAXOS. Gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und durch die Stiftung EVZ: Erinnerung, Verantwortung und Zukunft im Förderprogramm: local.history. Mit freundlicher Unterstützung vom Schauspiel Frankfurt und dem Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden.

Besonderer Dank an: studioNAXOS und Theater Willy Praml sowie Claudia Becker, Luise Besier, Sofie Böhm, Margot Divé, Carlos Döring, Maria Fanouraki, Kathrin Freihube, Anja Hellhammer, dem Institut für Stadtgeschichte, Ewelina Jacoby, Laura Köppel, Martha Kottwitz, Wolfgang Kubat, Alexander Leiffheidt, Daniela Lewin, Laura-Marie Pressmar, Rosanna Dagmara Ruo, Mirjam Sommer, Sara Soussan & dem Team des Jüdischen Museums Frankfurt, Anna Sünkel, Christian Schuller, Martin Windolph, Dr. Johann Zilien und Patty.