Audio-Walk: Der Rache nicht


Sa, 18.09.2021
16:00 Uhr


Premiere: 29. April 2021
Kommende Termine: 18. und 19. September 2021. Zeitslots zwischen 16h – 19h

„Der Rache nicht“ ist ein ortspezifischer, dokumentarischer Audio-Walk im Stadtraum Frankfurt. Den Ausgangspunkt bilden die Biografien einiger vom NS-Regime verfolgter Frankfurter Künstler*innen, welche ab 1933 aus dem kulturellen Stadtleben gedrängt wurden.

Die Fotografinnen Nini und Carry Hess betrieben am Börsenplatz eines der berühmtesten Fotoateliers der Weimarer Republik. Hans Erl und Magda Spiegel gehörten zu den Starsängerinnen der Frankfurter Oper, der Schauspieler Joachim Gottschalk glänzte am Schauspiel im Rollenfach des Jugendlichen Helds. Von ihnen verliert sich die Spur in der fortschreitenden NS-Diktatur und wir begeben uns heute auf die Suche: Wie vollzog sich der Machtwechsel 1933 an den Frankfurter Theatern? Wie wirkte sich dies auf das künstlerische Leben Frankfurts und auf die Schicksale der Künstlerinnen aus? Welche Namen sind heute vergessen, die doch die 20er Jahre entschieden mitprägten? Der Audio-Walk des Kollektiv Widerhall (Bornstein/ Casagrande/ Haagen/ Schwesinger) gibt dem Publikum die Möglichkeit, die Geschichten der Künstler*innen in der Stadt zu verorten, welche wir täglich durchlaufen. Er verknüpft historisches Material mit fiktiven Textpassagen und sucht nach Interaktionen mit der heutigen Stadt.

Der Rache nicht – Trailer from Projekt. Widerhall on Vimeo.

Von und mit Louisa Beck, Loriana Casagrande, Jan Deck, Marlene-Sophie Haagen, Dennis Hoss, Dörthe Krohn, Marie Schwesinger u.a.

Dauer: ca. 70 min
Laufdistanz: ca. 3 km (Der Walk ist barrierefrei)
Startpunkt: Frankfurter Innenstadt
Endpunkt: Frankfurter Westend

Wir vergeben zwischen 16 und 19 Uhr im Abstand von 5 Minuten Zeitslots an max. 2 Personen pro Slot.

Reservierung über widerhall@studionaxos.de
Bitte geben Sie in Ihrer Reservierungsemail folgendes an:
Zur Nachverfolgung von Infektionen (unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen geführt und nach einem Monat ab dem Tag des Walks vernichtet): Namen aller Personen, vollständige Adresse, Telefonnummer (am besten Handy) und E-Mail-Adresse.
Bitte geben Sie einen einstündigen Zeitraum zwischen 16 und 19 Uhr an, in dem Sie den Walk starten möchten. Wir sind bemüht, die Einteilung so passend wie möglich zu gestalten, bitten aber um Verständnis, falls das mal nicht gelingen sollte.
Sie benötigen ein eigenes Endgerät auf welches Sie sich vorab eine Audiodatei (mp3 oder wav) herunterladen und mit eigenen Kopfhörern abspielen können. z.B. Smartphone, Mp3-Player o.ä.. Sollten Sie nicht im Besitz eines Endgerätes oder von guten Kopfhörern sein, geben Sie dies bitte in Ihrer Reservierungsmail mit an. Aus urheberrechtlichen Gründen ist die Weitergabe der Audiodatei an Dritte nicht gestattet.

Weitere Infos zum genauen Startpunkt und Ablauf des Walks erhalten Sie nach Ihrer Reservierung per E-Mail.

Wir freuen uns auf Deine/ Ihre Teilnahme!

Wie üblich im studioNAXOS gilt beim Eintritt ein solidarisches Preissystem. Herzlichen Dank für Deinen/ Ihren Beitrag via Paypal oder unsere Bankverbindung.




oder
studioNAXOS/ Naxos-Bund e.V.
Verwendungszweck „Der Rache nicht“
IBAN DE88 4306 0967 6033 5523 00
BIC GENODEM1GLS

Die Produktion entstand in Kooperation mit studioNAXOS. Gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und durch die Stiftung EVZ: Erinnerung, Verantwortung und Zukunft im Förderprogramm: local.history. Mit freundlicher Unterstützung des Schauspiel Frankfurt.

Presse

Die Hörerinnen und Hörer erfahren den öffentlichen Raum Schritt für Schritt, Platz für Platz, Kreuzung für Kreuzung physisch. Gleichzeitig legt sich darüber eine fortlaufende Tonspur voll detaillierter Informationen, die eine besondere Art der Interaktion ermöglicht. (Frankfurter Rundschau)

Dramatisch ist dieses dokumentarische Theater im öffentlichen Raum schließlich von ganz allein. Nicht nur im Hinblick auf die präzise recherchierten, eng mit den passierten Orten verbundenen Biographien, sondern auch eingedenk der Ermordung fast aller, denen „Der Rache nicht“, wo kein Gesicht, so doch einen Namen und ein Gedächtnis gibt. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)