ERFOLG I: JOHANNA – GEBOREN UM LIEBE ZU GEBEN?


Do, 05.11.2020
20:00 Uhr


In ERFOLG I beleuchtet das Produktionsteam ELEGANZ AUS REFLEX den fließenden Übergang von privaten und gesellschaftlichen Konflikten. Damals wie heute ist das Leben der Menschen geprägt durch die Geschehnisse auf der großen politischen Bühne. Jede*r Einzelne kann sich in diesem gesellschaftlichen Gefüge positionieren, kämpfen oder sich beugen, für Solidarität und Menschlichkeit einstehen oder mit einer menschenverachtenden Ideologie zum eigenen Vorteil gemeinsame Sache machen.

Johanna Krain ist eine beispielhafte Figur dafür, dass unermüdlicher Aktivismus, politische Kunst und ein Beharren auf Gerechtigkeit eine solche Positionierung zur Gesellschaft und zum vorherrschenden politischen wie kulturellen (Werte-)System erforderlich und realisierbar ist. Sie kämpft gegen das Weltbild eines in den 1920er Jahren aufkeimenden Nationalsozialismus, stellt sich zugleich aber auch gegen die Repräsentanten eines Patriarchats, deren Beschlüsse tief in ihr Privatleben eingreifen. Johanna Krains Kampf ist auch ein feministischer – wie viel wirkungsvoller wären Johanna Krains’ Aktionen, wäre sie ein Mann?

Durch die Auseinandersetzung mit ihrer Figur wollen wir uns vor allem auch mit dem Verhältnis von politischen Systemen zur Geschlechterdebatte beschäftigen.

JOHANNA – GEBOREN UM LIEBE ZU GEBEN? ist die erste Folge unserer dreiteiligen Stückentwicklung ERFOLG I-III, in der wir uns mit den 1920er Jahren und dem damals erstarkenden Nationalsozialismus in Deutschland beschäftigen und Parallelen aus der Vergangenheit in die Gegenwart zu den Themen Feminismus, Demokratie und Diversität ziehen wollen. Grundlage hierfür ist Lion Feuchtwangers gleichnamiger Roman, in dem er die damalige Gesellschaft anhand realer Vorbilder porträtiert.

Mitwirkende:
Regie: Carolin Millner | Bühne und Kostüm: Maylin Habig & Nils Wildegans | Dramaturgie: Theresa Selter | Produktionsleitung: Bettina Földesi | Regieassistenz: Ivana Mitric | Spieler*innen: Sarah Gailer | Florian Mania | Andrea Spicher

Die Produktion entstand in Kooperation mit studioNAXOS. Sie wird gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main im Rahmen der institutionellen Förderung, vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und von der maecenia Frankfurter Stiftung.

Karten reservieren

Zur Ermöglichung der Nachverfolgung von Infektionen werden bei der Reservierung Deine/Ihre persönlichen Kontaktdaten erhoben und einen Monat ab dem Veranstaltungstag aufgehoben. Die Daten werden unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen geführt und nach Ablauf der Frist vernichtet. Gesetzliche Grundlage ist die Hessische Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung vom 7. Mai 2020.

Bitte jede einzelne Karte extra reservieren, da wir von jedem*jeder einzelnen Besucher*in die persönlichen Kontaktdaten benötigen. Menschen, die in einem Haushalt leben, können die Karten zusammen reservieren. Bitte jedoch jeden einzelnen Namen im Kommentar-Feld angeben.

Vielen Dank für Dein/Ihr Verständnis!