WHAT A MESS / IT´S CUM EX


Fr, 18.10.2019
19:00 Uhr


Festival für ästhetische Strategien neuer Ökonomien

 

Cum-Ex-Geschäfte führten zu dem wohl größten Steuerbetrug in der deutschen Geschichte, bei dem über 25 Jahre mehr als 55 Milliarden Euro aus der Steuerkasse geplündert wurden. Für seine Größenordnung stieß der Skandal aber bis heute auf ein überraschend geringes Interesse der Öffentlichkeit. Während des Festivals verhandeln und präsentieren Vertreter*innen aus Kunst, Kultur, Politik und Wirtschaft, wie ruinöse Wirtschaftspraktiken skandalisiert werden können, wie ein gemeinsamer, ökosozialer Umbau unserer Gesellschaft gelingen kann und welche ästhetischen Strategien dafür nötig sind. Im Mittelpunkt des Festivals steht eine deutschlandweite Ausschreibung, an der sich im Frühjahr 2019 mehr als 90 Autorinnen und Autoren beteiligten. Die drei Gewinner-Texte, die sich mit Aspekten des Cum-Ex-Skandals befassen, werden nun szenisch aufgeführt. Das Rahmenprogramm, das Akteur*innen und Besucher*innen gemeinsam erkunden können, bilden Workshops, runde Tische, TED-EX-Talks, ein Hörspieltipi, Lesungen, der Frankfurter Kranz und ein Umschlagplatz für alternative und solidarische Wirtschaftsformen.

 

PROGRAMM

18. Oktober 2019 – FREITAG
19:00 Uhr Eröffnung des Festivals durch die Kulturdezernentin Ina Hartwig
19:30 Uhr Preisverleihung an die drei Gewinner*innen des Wettbewerbs
20:30 Uhr SZENISCHE AUFFÜHRUNG DER GEWINNERTEXTE
22:00 Uhr Moderiertes und offenes Nachgespräch mit den Autor*innen, Jury-Mitgliedern, den Studierenden der Hessischen Theaterakademie und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst
22:30 Uhr Offene Bar mit Musik

 

19. Oktober 2019 – SAMSTAG
14:00 – 20:00 Uhr UMSCHLAGPLATZ für solidarische und kooperative Wirtschaftsformen. Mit dabei sind u.a. genug.org, transform Magazin, GLS Treuhand, Oikocredit, Triodos Bank, I.L.A. Kollektiv, NIKA HAUS, Ev. Bank u.v.m.
14:00 – 20:00 Uhr HÖRSPIELTIPI Das Ende des Kapitalismus, Kirsten Reese / Hörstück 2011 / 43 Minuten
Schön ist es auch Anderswo und hier bin ich sowieso, Carminski_Hauser_Kollektiv / Hörstück 2019 / 26:40 Minuten
16:00 – 17:30 Uhr ROUNDTABLE „Ein Jahr nach CUM-EX“ Tendenzen und Aussichten mit Oliver Schröm (CORRECTIV), Wolfram Bernhardt (agora42) und Josef Schnitzbauer (Fairfinance Netzwerk)
18:00 – 19:30 Uhr TED EX TALKS „Welche Wirtschaft braucht der Mensch?“ mit Friederike Habermann (Volkswirtschaftlerin und Autorin), Prof. Dr. Brigitte Young (Forscherin und Professorin für internationale Politische Ökonomie) und Antje Schrupp (Politikwissenschaftlerin, Journalistin, Bloggerin und Buchautorin)
20:00 – 21:30 Uhr SZENISCHE AUFFÜHRUNG DER GEWINNERTEXTE

 

20. Oktober 2019 – SONNTAG
14:00 – 15:30 Uhr NAXOS.KINO Jean Ziegler – Der Optimismus des Willens, Nicolas Wadimoff, 92 Min (2017), kluges und hintersinniges Porträt des weltweit bekannten Globalisierungskritikers und Menschenrechtlers Jean Ziegler.
15:30 – 19:30 Uhr UMSCHLAGPLATZ für solidarische und kooperative Wirtschaftsformen mit dem Frankfurter Kranz, einer regelmäßig stattfindenden Gesprächsreihe zwischen Musik, Poesie und Kuchen.
15:30 – 19:30 Uhr HÖRSPIELTIPI:  Das Ende des Kapitalismus, Kirsten Reese / Hörstück 2011 / 43 Minuten;
Schön ist es auch Anderswo und hier bin ich sowieso, Carminski_Hauser_Kollektiv / Hörstück 2019 / 26:40 Minuten
16:30 – 19:00 Uhr LESUNGEN „Das gute Leben für alle: Wege in die solidarische Lebensweise“ von & mit dem I.L.A. Kollektiv; „Kein Schafspelz Kein Wolf“ von & mit Julian Mahid Carly; „Hält uns wach“ von & mit Rita Grechen
19:30 – 21:00 Uhr SZENISCHE AUFFÜHRUNG DER GEWINNERTEXTE

 

Das Festival ist eine Initiative von studioNAXOS in Kooperation mit dem Theater Willy Praml und der Hessischen Theaterakademie. Ermöglicht wurde das Projekt durch die FAZIT Stiftung, die GLS Treuhand, die Adolf-und-Luisa-Haeuser-Stiftung, die Rosa-Luxemburg-Stiftung, die Triodos-Bank und das Kulturamt Frankfurt.

 

Eintritt: solidarisches Preissystem

Die Reservierung bezieht sich auf die Abendveranstaltung am Freitag, den 18. Oktober, 20:30 Uhr: SZENISCHE AUFFÜHRUNG DER GEWINNERTEXTE unter der Regie von Jette Büshel, Malin Lamparter und Maxime Mourot.

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