WIR LIEBTEN NICHT ALLE


So, 26.02.2023
20:00 Uhr


Die Geschichte der Jahrhundertfamilie Wolf

Ein Theaterstück über vehemente Frauen, ideologische Debatten und den Kosmos einer der einflussreichsten Familien der DDR. Familie Wolf war geprägt von Überzeugungstäter*innen im Widerstand gegen den Faschismus, im Glauben an den Sozialismus und ringend um eine Haltung zur DDR. Während die Männer Filme machten, Menschen verarzteten, Bücher schrieben oder die Staatssicherheit mit aufbauten, waren die Frauen Republikflüchtlinge, Spioninnen, Observierte, Verfolgte, Kommunistinnen, Literaturwissenschaftlerinnen, Kämpferinnen und Komplizinnen. WIR LIEBTEN NICHT ALLE taucht ins Private ein, um Politisches zu begreifen.

Anlässlich des 100. Geburtstags von Markus Wolf im Jahr 2023 fragen Eleganz aus Reflex nach persönlichen Motiven, sich für oder gegen eine Sache zu stellen, und nach den Konsequenzen dieser Entscheidungen auf das Leben anderer und den Lauf der Geschichte. WIR LIEBTEN NICHT ALLE versucht in Verkehrung des berühmten Mielke Zitats eine ehrliche Auseinandersetzung mit der individuellen Verantwortung gegenüber dem politischen System. Der Theaterabend leuchtet in das Dickicht von (Falsch-) Informationen, gelenkten Mythen und mündlich überlieferten Narrativen und zeigt auf, wie es gewesen sein könnte.

MIT: Lisa Heinrici / Mariann Yar / Katharina Merschel
TEXT/REGIE: Carolin Millner
DRAMATURGIE: Lisa Schettel
BÜHNE/KOSTÜM/LICHT: Maylin Habig / Nils Wildegans
VIDEO: Arda Funda
ASSISTENZ: Sylvia Eck
PRODUKTIONSLEITUNG: Jasna Witkoski
FOTO: André Simonow

Unterstützung von Christian Ostermann / Friedrich Wolf Gesellschaft / Archiv der Akademie der Künste / Dr. Jens Gieseke (Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung) / Stasimuseum Berlin in der Zentrale des MfS / Stasi-Unterlagen- Archiv / Bundesarchiv / Deutsches Rundfunkarchiv /Robert Conrad und Leon Kahane

Eine Produktion von Eleganz aus Reflex in Koproduktion mit TD Berlin und studioNAXOS Frankfurt am Main. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, das Land Hessen und dem Kulturamt Frankfurt am Main. Institutionell gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main. Ein Gastspiel des Netzwerk Freier Theater (NFT).

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Eintritt: solidarisches Preissystem
Zutritt: Die bisherigen gesetzlichen Corona-Schutzmaßnahmen sind außer Kraft getreten. Wir empfehlen weiterhin das Tragen einer medizinischen Maske und das Abstandhalten. Ein Teilbereich des Zuschauer*innenraums ist weiterhin im Schachbrett-Prinzip bestuhlt.

Weitere Termine im studioNAXOS:
Fr, 06.01.2023, 20:00 Uhr (Premiere)
So, 08.01.2023, 20:00 Uhr
Sa, 25.02.2023, 20:00 Uhr

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